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Jan Stollberg – Cinematographer

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Letztes Jahr habe ich als Kameramann und Teil eines kleinen Teams den ADAC Opel Rallye Cup durch die Saison begleitet. Am ersten Renntag waren wir etwas erstaunt, dass vor Ort noch ein zweites Team mit einer ähnlichen Aufgabe betraut war. Aus der vermeintlichen Konkurrenz-Situation wurde spätestens ab dem zweiten Rennen ein freundlich kollegiales Miteinander. Die Jungs von Bonn Medien waren eigentlich ziemlich nett, wenn auch einer für meinen Geschmack auf eine durchaus charmante Art doch etwas frech war. Vielleicht lag es aber auch daran, dass dieser Jan Stollberg alle Aufnahmen mit seiner Sony FS-700 aus der freien Hand gedreht hat und man im finalen Schnitt gesehen hat, dass er damit bessere Bilder gedreht hat als ich mit meiner famosen und ebenso teuren Rig-Lösung. Gut, der Junge kann eine Kamera bedienen. habe ich mir dann gedacht. Jeder kann ja irgendwas besser als andere. Allerdings habe ich mein Bild in der letzten Woche deutlich nachjustieren müssen.

Als ich 22 Jahre alt war, habe ich mit den Jungs in der ersten Studenten-Bude auf dem Sega Mega Drive (im Nachgang frage ich mich immer noch, wie man einer Konsole den Beinamen „Drive“ geben konnte, wo sie doch in der Grundausführung nicht mal über ein optisches Laufwerk verfügte) NHL Hockey gespielt. Ich hatte sogar einen Zettel, auf dem jedes Match festgehalten wurde. Ich kann gerade mal vorweisen, dass ich als einer der ersten Studenten an der Universität zu Bielefeld eine eigene Homepage hatte. Nun gut. Jan Stollberg posiert auf dem Teaser-Bild nicht mit einer RED, sondern mit seiner RED („Meine erste Aufnahme damit hat mich nicht so umgehauen. Dann habe ich bemerkt, dass ich sie mir nur in 1/4 der Auflösung angeguckt hatte. Das entspricht einer winzig kleinen Auflösung namens „Full HD“…„). Und für alle, die vom Filmen keine Ahnung haben, die RED ist quasi der Porsche 911 GT3 RS unter den Video-Kameras. Teuer, aber wenn Du es verstehst, was das Ding für ein Potential hat, kannst Du es richtig krachen lassen. Jan ist gerade mal 22! Und hat seine eigene RED! Und kann sie auch noch bedienen.

DEDICATION II from Jan Stollberg on Vimeo.

Ein guter Kameramann sein – ok, das ist eine Sache. Aber wenn man in der Lage ist, nicht nur die Kamera zu bedienen, sondern sich einen wundervollen Plot auszudenken, den man dann nach und nach mit wunderschönen Bildern füllt und zu guter Letzt zu einem kleinen Meisterwerk zusammen schneidet, was man ganz nebenbei von den Vimeo Leuten als Staff Pick („carefully curated, hand picked with love“) geadelt wird, dann hat man zweifelsohne richtig etwas auf dem Kasten. Ich gebe zu, ich stehe total auf Skater-Filme, aber selbst wenn ich diesem Sport so gar nix abgewinnen könnte, so würde ich dennoch den vorstehenden Clip von Jan Stollberg als großartig bezeichnen (mal davon abgesehen, dass der Skater Lars Rothenstein das Skaten ganz offensichtlich auch sehr gut beherrscht).

Genauso wichtig wie das richtige Auge und das Handwerk der guten Kameraführung sind für mich korrelierende Skills in der Nachbearbeitung. Sicherlich kann man diese Prozesse auch auf mehrere Schultern verteilen, aber ich bin durchaus der Meinung, dass es mehr als hilfreich ist, wenn Du in beiden Welten gerne und gut unterwegs bist. Und den nachstehenden Clip habe ich quasi den Beleg, dass Jan Stollberg es in beiden Bereichen richtig krachen lassen kann. Ich habe mir beide Clips so um die 20 Mal mittlerweile angesehen. Allein schon, um zu lernen aka abzugucken. Ich habe damals in seinem Alter Castle Wulfenstein gespielt, der Stollberg-Jan spielt auch mit FPV, aber dann doch ganz anders:

MAGONI MOVIE 2015 from Jan Stollberg on Vimeo.

Jan Stollberg (Instagram) kann einen Bachelor of Arts Filmmaking & VFX vorweisen und konzeptioniert, produziert und editiert Videos. Man kann ihn buchen. Weitere Referenzen zeigt er auf seiner Homepage JanStollberg.com.

Jan ist keine 30 Jahre alt. Wahnsinn. Weitere junge Talente unter dem Schlagwort YoungAndWild.

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