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Kärcher Fenstersauger WV 2 Plus – gekauft, getestet und für gut befunden

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Jeden Tag wirst Du ein wenig älter und eh Du Dich versiehst, stehst Du an der Kasse eines Baumarktes in Bielefeld und kaufst Dir von Deinem Weihnachtsgeld einen Fensterreiniger. Ein Kollege hatte mir schon vor 3 Jahren erzählt, dass er sich einen Kärcher zum Fenster saubermachen gekauft hatte und einfach nur glücklich mit dem Ding sei. Nun ja, mein guter Freund der Saubermann wie auch die Finanzministerin wollten meinen zu Hause vertreiteten Optimismus nicht so wirklich teilen. „Taugt doch nichts!“ oder „Bekommst Du damit auch nicht streifenfrei …“ sorgten dann damals dazu, dass ich den Kärcher Fensterreiniger schlichtweg abgehakt und dann auch irgendwie vergessen habe.

Gestern, als die Sonne sich mal kurz zeigte, tat sie das nicht einfach so, sondern zeigte auf unsere großen wie dreckigen Terassenfenster. „Die müssen auch mal wieder geputzt werden …“ stand dann für ein paar Minuten im Raum. Und während ich also eben im Baumarkt mit 2 Haken und 4 – wie ich dachte – passenden Dübeln an der Kasse stand, blitzte kurz aus dem dunklen Nichts meiner Gehirnwindungen der Fenstersauger auf.

Für 53 Euro stand der Kärcher Akku-Fenstersauger WV 2 Plus im Baumarkt in dem Regal. Bei Amazon kostet er 4 Euro weniger habe ich eben gesehen. Ich habe nur kurz überlegt und dann beschlossen, mir das Ding einfach zu Weihnachten zu schenken. Ich habe ich den letzten Dekaden so viel Schund und Schwachsinn konsumiert, wenn das Ding denn nichts taugen sollte, dann würde es sich eben nur in meine stattliche Sammlung der sinnlosen oder unvernünftigen Anschaffungen einreihen.

Noch vor der Haustür habe ich die Verpackung aufgerissen und die beiden Geräte zusammen gebaut. Ja, das habe selbst ich mit meinen beiden linken Händen ohne Probleme geschafft. Und dann habe ich alle acht relevanten Fenster geputzt. Von innen und von aussen. Und es hat mir auch noch Spass gemacht. Ich bin richtig glücklich gewesen – bei der Vollrichtung von Hausarbeiten. Himmel. Gut, dass „meine Jungs“ hier nicht mitlesen. Wo kommen wir denn da hin? Glücklich. Beim Fensterputzen.

Das Ding funktioniert wirklich gut, ist aber keine Wunderwaffe. Man sprüht die Fenster mit dem Kärcher Glasreiniger ein, beim Querlesen der Amazon-Rezensionen habe ich erfahren, dass andere dafür aber auch ganz normales Sidolin nehmen. Den Kärcher nimmt man dann nur, um das Wasser abzuziehen. Zwischen den beiden Gummilippen des Kärchers wird das Wasser eingesaugt und in den Schmutzwasserbehälter der „Maschine“ geleitet. Vermutlich hätte ich das Ding vorher ordentlich aufladen sollen. Nach dem 5. Fenster wollte er nicht mehr. Und das merkt man sofort, weil das Wasser dann nicht mehr durch Witchcraft & Technology verschwindet, sondern als Schlieren auf der Scheibe verteilt wird. Hat der Akku aber Strom ist das Ergbenis durchaus gut. Für meinen Geschmack. Herr Saubermann und Frau Streifenfrei würden bestimmt hier und da nochmal nachwischen – ich finde es so schon klasse.

Was mich aber noch mehr überzeugt ist die Geschwindigkeit mit der man das Fensterputzen jetzt erledigt. Ziehe ich meine Freudentänze und mein „Boah, ist das toll!“-Geschrei ab, habe ich keine halbe Stunde für die 8 Fenster gebraucht. Da habe ich sonst mindestens eine Stunde für gebraucht und hatte danach meist auch noch schlechte Laune.

Wer also schon mal mit so einem Kärcher Fensterreiniger WV 2 Plus geliebäugelt hat, sich aber nicht dazu aufraffen konnte, ihn zu kaufen – mein Segen hast Du. Ich finde das Ding wirklich empfehlenswert. Kleiner Bonus-Happen – weil es ja „eine Maschine“ ist, habe ich das Teil nach dem Putzen sofort zerlegt und sauber gemacht. Der Putzeimer stand meist nach meiner Arbeit noch einen halben Tag irgendwo rum, weil ich mich ja von der harten, schweren Hausarbeit erholen musste. Ich freue mich jetzt. Das war doch eine gute Entscheidung.

Beim Bezahlen an der Kasse raunte mir die Kassiererin übrigens „Gute Entscheidung“ zu. Meinen irritierten Blick quittierte sie mit der Erklärung „Seit wir den zu Hause haben, putzt mein Mann die Fenster …“ Ich habe das vorhin ja für ein Aufblitzen ihres Verkaufstalents gehalten. Jetzt verstehe ich aber, was sie meinte …

Achso. Und dann: Mein erster eigener Kärcher!!!!

Disclosure: In diesem Beitrag finden sich Links zu Amazon.de, die als sogenannte Affiliate-Links gesetzt wurden. Dass heisst, dass ich eine Verkaufsprovision von Amazon bekomme, wenn ein potentieller Interessant auf den entsprechenden Link klickt und etwas bei Amazon kauft. Wer meint, dass dies meine Objektivität in Frage stellt, sollte die entsprechenden Links nicht anklicken.

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  1. Haha, ich kann gut nachfühlen, was du erlebt hast. 😀 Ich bin auch so eine Fenster geplagte. Schrecklich! Zumindest früher *grins*. Bei mir war es aber kein eigener Impuls, der mich zum Kauf „verleitet“ hat, sondern die liebe Schwiegermutter. Ernsthaft, so richtig kitschig, wie man sich das im Film vorstellen würde.

    Ein Wunder, dass sie mir nicht noch Omas Perlenkette vermacht hat im gleichen Moment. Na ja, ich also das Ding in der Hand, dann bisschen gestöbert (hatte erst mal auf http://fenstersauger.org/hersteller/kaercher/wv-2-plus/ gelesen, dass das zumindest eines der besseren Modelle ist, na immerhin) und dann mit viel Zweifel ausprobiert.

    Aber ich kann’s bestätigen – ist cool, sehr sogar! 😀 Ich musste zwar eher schmunzeln und hab mich innerlich gefreut, weil das sonst hier in ein „ja, dann putz halt wöchentlich“ ausarten würde, aber es war wirklich genial. Und super zügig. Wobei eine halbe Stunde für acht Fenster schon super ist! Hut ab! 🙂

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