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Karl.

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Gestern Nacht bin ich mit Karl um die Dörfer gezogen. Sein kleiner Bruder ist ja eher der Schicki-Micki-Typ. Hängt gerne mit Models ab und so. Der klassische Lifestyler eben. Karl ist hingegen eher der schlichte Typ. Untenrum auch eher ein rauer Geselle. Mich stört das weniger, wenn ich ehrlich bin. Auch nicht, dass Karl vollkommen blau ist. Eigentlich steht ihm das sogar ganz gut. Zumal er ja eh die ganze Zeit freundlich grinst.

Gut 500 km habe ich gestern im Opel Karl verbracht. Dabei ist er wohl eher für den Stadt-, zumindest aber für den Kurzstrecken-Einsatz gedacht. Auf der Autobahn haben wir die linke Spur eher selten benutzt. 140 km/h geht. 120 km/h ist aber so eher sein Ding. In den Kasseler Bergen muss man das 5-Gang-Getriebe beim Bergauf fahren auch mal bemühen. Zurückschalten am Berg. Früher etwas ganz Normales, bei den potenten Fahrzeugen, die sonst so heuer feilgeboten werden, eher ein Seltenheit. Aber nun. Der Karl hat einen kleinen 1 Liter Benziner unter der Haube, der 75 PS leistet. Er ist eben kein Rennwagen und wird es wohl auch nicht werden. Der 3-Zylinder läuft auch durchaus ein wenig rauer. Und gerade beim Hochbeschleunigen aus den unteren Gängen, wimmert das Motörchen ein wenig leidend. Aber mit einem Basispreis von 9.500 Euro ist der Karl ein echter Kumpel.

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Mercedes und Burmester setzen neuen Benchmark in Sachen Car-Audio

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Letzte Woche war ich bei einem „Interieur Design“-Workshop von Mercedes-Benz nach Stuttgart eingeladen, in dessen Rahmen wir die ersten Appetithäppchen zur neuen Mercedes E-Klasse bekommen haben, die offiziell in Detroit auf der NAIAS im Januar 2015 ihre Weltpremiere erfährt. Die Autohersteller haben ja mittlerweile ein ansatzweise perfides System entwicklet, um uns mit Häppchen-Informationen zu füttern, so dass wir – die Journaille – Euch – die potentiellen Konsumenten – ein ganzes Weilchen mit eben diesen Informationshäppchen penetrieren. Wir spielen das Spiel mit. Ist klar. Denn so können wir Traffic generieren, den wir ja auf der einen Seite zur Refinanzierung brauchen, auf der anderen Seite aber eben auch um durch möglichst exklusive Informationen unsere Reichweite zu steigern oder sichern, damit wir wiederum für die Hersteller eine interessante Plattform bleiben. Ein Teufelskreis. Aus dem ich auch immer mal wieder gerne ausbreche.

Denke ich mir immer so. Aber im Prinzip bin ich eben auch ziemlich einfach gestrickt. Zeige mir „geilen Scheiss“ und ich raste vollkommen aus. Meine Begeisterung kennt dann kaum Grenzen. So auch geschehen bei eben diesem Workshop. Ich habe die Einladung eher mit langen Zähnen angenommen. Man will ja informiert sein, vor allem als Mercedes Fan-Boy, der ich ja nunmal bin. Aber so richtig Lust? Naja. Eher nicht. Ein bisschen Interieur gucken. Ok. Und dann kam doch alles ganz anders. Mercedes hat das Interieur vorgestellt, was sich aus – meine Sicht – den besten Elementen von S-Klasse und C-Klasse zusammensetzt. Dazu führen sie jetzt mit der E-Klasse unterschiedliche Skins für das digitale Dashboard ein, das Informttainment-System würde überarbeitet und am Lenkrad hat man jetzt statt Knöpfen zusätzlich sensitive Schaltflächen über die man „swipen“ kann. Alles super und alles auch in dem nachstehenden Ausfahrt.tv Video im VLOG-Style festgehalten:

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Freitags auf der Autobahn

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Gestern habe ich mich um 14 Uhr in Stuttgart auf den Weg Richtung Heimat gemacht. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber mir dünkt, dass ich nun das zweite Mal an einem Freitag mit einem Porsche von Stuttgart nach Bielefeld gefahren bin. Beim ersten Mal war es der Porsche 911 Carrera 4 GTS, gestern ein Porsche Cayman S. Aber das ist eigentlich nur eine Randnotiz. Ich hatte halt ein leistungsstarkes Fahrzeug zur Verfügung.

Was mich schockiert hat: Es war Krieg. Auf der Autobahn. Und vollkommen sinnlos. Wenn sich beispielsweise die Blechlawine Stossstange an Stosstange gereiht mit Tempo 100 auf der A5 von Frankfurt in Richtung Kassel schiebt, dann kann ich es wirklich null verstehen, wenn da ein paar Helden plötzlich durchdrehen und quer über die vier Verkehrsspuren zum Überholen ansetzen. Auch verstehe ich es einfach nicht, dass mir mein Hintermann quasi in den Kofferraum gefahren ist – wohl um zu zeigen, dass er es besonders eilig hat, zu seinen Lieben zu kommen.

Ich bin innerhalb von 3 Stunden Autobahnfahrt diverse Male genötigt worden. Man hat mich geschnitten. Ich bin ausgebremst worden und musste auch diverse Male hart in die Bremsen gehen, weil einer der anderen Fahrer selbstredend ohne zu blinken erst nach rechts gezogen war, um sich dann umgehend zu überlegen, dass es links halt doch viel schöner wäre.

Ich drängle schon lange nicht mehr. Ja. Ich gestehe. Früher habe ich gedrängelt. Früher bin ich teilweise auf der letzten Rille gefahren und das zumeist mit untermotorisierten Fahrzeugen. Aber selbst damals bin ich schon immer extrem vorausschauend gefahren. Sowas lernt man sehr schnell, wenn man Motorrad fährt. Für andere eben mitzudenken. Nun sass ich gestern also quasi direkt vor dem 325 PS Triebwerk des Cayman. Ich hatte die Kraft, ich hatte die Möglichkeiten. Und ich wollte nach Hause.

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Porsche 356 – gegen den Strich gebürstet

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Ich gestehe, ich reagiere meist allergisch wenn ich schon den Zusatz „Drive Tastefully“ lese. Ich setze das dann immer mit irgendwelchen Uniform-Hipstern in Verbindung, die sich auf oder in ein teuer gekauftes Retro-Vehikel setzen und zeigen wollen, dass sie wirklich so verdammt cool sind, wie ihr Aussehen suggeriert. Aber vermutlich ist das alles nur angestauter Neid meinerseits, weil ich nicht dazu gehöre und auch keine Ahnung von dem ganzen Zeugs habe.

„Drive Tastefully“ endet der Feature-Beitrag zu einem wirklich bezaubernd schönen Video, was die Jungs bei Petrolicious online gestellt haben. Die machen da wirklich tolle Arbeit und ich mag wirklich fast jedes Video, auch wenn die – wenn man wirklich viele geschaut hat, doch auch immer wieder ähnlich aufgebaut sind. Egal. Die Bildsprache ist schön, die Protagonisten interessant und die Autos erzeugen bei mir – durch die Bank weg – immer ein extremes Haben-Will!

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BMW M2

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Ich wette, dass sich heute schon eine ganze Reihe junger Männer die Nase am Monitor plattgedrückt hat. In der Nacht hat BMW im Rahmen einer virtuellen Weltpremiere den BMW M2 vorgestellt. Und damit auch niemand aus der Generation E30 es falsch versteht, haben die Münchener auch noch mal fix einen sehr deutlichen Hinweis in der Pressemitteilung hinterlassen:

Das neue BMW M2 Coupé ist nicht nur der direkte Nachfolger des erfolgreichen BMW 1er M Coupé, sondern – von der Philosophie her – auch ein später Nachfahre des ersten BMW M3 der Baureihe E30 und des BMW 2002 turbo.

Ich gestehe ja, dass ich einen Allradantrieb am Fahrzeug stets den heckgetriebenen Autos vorziehe, aber allein das Pressebild sorgt dafür, dass ich ganz hibbelig werde. 370 PS, NEFZ 8.5 l/100 km, 465 Nm (500 Nm Overboost), 4.3 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Vorder- und Hinterachse hat er aus dem M3/M4 geerbt. Hallo Fahrveranstaltung? Darf ich bitte eine Einladung bekommen? Nächste Woche habe ich eigentlich keine Zeit, aber ich kann mich freimachen.

Also auf ans Sparschweine schlachten. Laut BimmerToday.de startet der M2 bei 56.700 Euro .. puh .. und soll ab April 2016 verfügbar sein. Na dann.

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#wastegate #dieselgate und das Schweigen des kleinen Jans

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Ganz ehrlich? Isch könnt KOTZEN! In so vielerlei Hinsicht. Mich kotzt dieser SKANDAL so an. Mich kotzt das alles so an, weil es vor allem eins ist – vollkommen sinnlos. Dieser ganze vermeintliche Skandal ist einfach nur sinnlos. Mein Herz schlägt links und ich bin grün erzogen worden. Selbstredend bin ich also gesellschaftspolitisch gerne dabei gegen die bösen großen Konzerne auszuteilen, vor allem, wenn sie Mutter Natur ausbeuten.

VW hat also betrogen. Das ist wohl das richtige Wort, was man gerade so nutzt. In anderen Branchen spricht man davon, dass man die Werte geschönt hat. VW baut Autos, sie haben es eben drauf Werte mit Hilfe ihrer Technik zu schönen. Das soll sich nicht verharmlosend anhören. Ich halte das eher für mich nur fest. Viel gelesen habe ich in den letzten Tagen. Und auch Radio gehört. Und ich bin wirklich baff erstaunt, wie viele Auto-Experten es plötzlich gibt. Und die Sprüche, die ich aus meinem Umfeld höre, zeigen mir auch ziemlich deutlich, dass keiner so wirklich verstanden hat, worum es eigentlich geht.

Ich möchte kotzen, weil diese verdammte Sensationsgeilheit in unseren Breiten wohl langsam zum guten Ton gehört. Dieses Zwangs-Echauffieren. Das muss man heute einfach tun, um dabei zu sein, oder was? Ich möchte hier mal ein paar Stellen zitieren, die mir gefallen haben:

Börsenmarkler und Buchautor Dirk Müller bei N-Tv.de:

Die Kanzlerin meldet sich umgehend zu Wort, noch bevor belastbare Fakten auf dem Tisch liegen. Ministerpräsidenten treffen sich zu Sondersitzungen. Wo war denn eigentlich diese Empörung, als die Deutsche Bank von einem Milliardenskandal zum nächsten überging? Devisenmanipulation, Zinsmanipulation, Immobilienskandale, alles in Milliardenhöhe. Wo war hier die Empörung über das verlorene Vertrauen in die deutsche Wirtschaft? Wie viele Vorstände der Deutschen Bank sind deswegen zurückgetreten? Weniger als einer?

AMEN!

Bei General Motors und Ford dürften dieser Tage die Champagnerkorken knallen. Die defekten Zündschlösser bei GM führten zu 174 Toten und wurden mit einer Strafe von 900 Millionen US-Dollar geahndet. Bei Volkswagen spricht man nun über 18 Milliarden US-Dollar Strafe wegen geschönter Abgaswerte.

So sieht es aus.

Peter Ruch in der aargauerzeitung.ch:

Doch der Fehler liegt im System. Die AutoIndustrie, eine der grössten und mächtigsten überhaupt, ist getrieben vom kapitalistischen Grundgedanken. Immer mehr, immer grösser muss es sein. Dafür geht man in Wolfsburg, Detroit oder Tokio jedes Risiko ein – und auch über alle Vorschriften hinweg. Theoretisch müsste die Politik da ein Auge darauf haben. Doch es geht um Arbeitsplätze, Steuereinnahmen und Handelsbilanzen. Da kann doch so ein – eh ziemlich aus der Luft gegriffener – amerikanischer Stickoxid-Grenzwert kein Thema sein. Schon gar nicht für Unternehmenschefs wie Prof. Dr. Martin Winterkorn. Der musste sich immer ums grosse Ganze kümmern. Um 200 Milliarden Jahresumsatz. Da hüpften Brüssel, aber auch Berlin und Bern, gerne mit. Denn man weiss, wohin der Hase läuft.

Fabian Mechtel bei Asphaltfrage.de

Man sollte diese Affäre deshalb für einen Aufbruch nutzen. Für einen Aufbruch in ein Zeitalter der echten Innovation. Nicht in eines, in der auf der Glitzerwelt der IAA ein Fastdreitonnen-SUV parkt, dessen 150’000-€-Chronograph sich selbst aufziehen kann und dessen 600-PS-Zwölfzylinder auf dem Papier (der pure Hohn!) gerade einmal 12+ Liter verbraucht. Eher in ein Zeitalter, in dem Erfindergeist die Probleme zukünftiger Mobilität löst. Und damit meinen wir keine autonom fahrenden Connectivitäts-Schaukeln, deren Inbetriebnahme alleine so viele rechtliche Probleme aufwerfen würde, dass unsere Politik nicht einmal einen Bruchteil davon zu lösen im Stande wäre. Weil sie die Karre ja schon bei profaner Abgasregulierung in den Dreck gefahren hat…

Ob ich keine eigene Meinung habe? Doch habe ich. Ich kann sie bloss nicht artikulieren. Ich habe gelernt, hin und wieder meinen Mund zu halten, wenn meine Gedanken zu radikal für unsere Gesellschaft sind. Irgendwie spukt mir die ganze Zeit diese Sequenz aus „Eine Frage der Ehre“ durch den Kopf: „Was wollen Sie?“ – „Ich will die Wahrheit!“ – „SIE KÖNNEN DIE WAHRHEIT DOCH GAR NICHT ERTRAGEN!“

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Kurz getestet: LTE-WLAN-Router fürs Auto – Huawei CarFi (E8377)

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Huawei hat mich gefragt, ob ich Interesse hätte, mal einen LTE-WLAN-Router fürs Auto zu testen. Sie haben im Februar ein neues Produkt mit dem sinnigen Namen Huawei CarFi auf den Markt geworfen. Klar, gucke ich mir das an. Der Router sieht ein wenig aus wie ein Schaltknüppel und kommt in einer poppigen Verpackung daher. Auspacken und gleich rein in den 12 Volt-Anschluss – für mich sind das ja immer noch Zigarettenanzünder. 20 Watt verbraucht das CarFi, wenn es in Betrieb ist. Nach 2 Stunden Inaktivität schaltet es sich ab. Oder eben, wohl wahrscheinlicher, wenn es mangels eingeschalteter Zündung kein Strom mehr bekommt, denn das Gerät verfügt nicht über einen eigenen Akku.

An der Seite des Kopfes befindet sich eine kleine Klappe, dort muss die Micro-SIM-Karte eingeführt werden. Dann drückt man etwas länger den mit dem Huawei-Logo verzierten Knopf auf dem Kopf des Gerätes und wartet. Erst blinkt das Logo rot – was dem Nutzer signalisiert, dass das Gerät startet. Bei meinem ersten Test blieb das Lämpchen danach rot leuchten. Dies kann – wie in meinem Fall – auf ein Problem hinweisen, oder im Idealfall nur über einen Empfang von weniger als 3G. In meinem Fall musste ich mir jetzt erstmal die Huawei HiLink App fürs iPhone herunterladen, mein iPhone mit dem WLAN des CarFi verbinden und in der App dann den PIN der SIM eingeben. Dies muss man aber nur einmalig tun.

Sogleich hat das Lämpchen seine Farbe von rot auf grün gewechselt und ich konnte „surfen“. Im Umkreis von gut 20 Metern hatte ich immer noch Zugriff aus das WLAN, was problemlos funktioniert hat.

Huawei-CarFi-LTE-Hotspot-02

Das Huawei CarFi stellt auf jeden Fall eine einfache Lösung dar, wenn man es erst einmalig richtig eingerichtet hat. Innerhalb der App kann man auch den Namen des WLANs anpassen, ein anderes Passwort vergeben und die SSID verstecken. Danach benötigt man die App eigentlich nicht wieder, es sei denn, man möchte kontrollieren, welche Endgeräte sich verbunden haben oder wieviel Daten man zwischenzeitlich verbraucht hat. Bei Amazon ist das Huawei CarFi aktuell versandkostenfrei knapp 90 Euro zu bestellen. Praktisch ist übrigens der USB-Port, der sich am Gerät befindet, so kann man nebenbei am CarFi auch noch ein Endgerät laden (5V 1A).

Ich persönlich finde das CarFi ganz praktisch, weil es eben so einfach ist. Allerdings wüsste ich kaum, wann ich es gebrauchen könnte. Hier bei uns hat fast jeder ein iPhone mit entsprechender Datenrate und die zwei Endgeräte, die wir hin und wieder sonst noch mitführen, können auch über eine iPhone-Hotspot angebunden werden. Allenfalls für eine Urlaubsfahrt mit der Familie würde eine Anschaffung Sinn machen, denn ich bin der einzige mit einem akzeptablen Auslands-Datentarif. Ich persönlich würde wohl dem Novatel Mifi2 den Vorzug geben. Das Gerät ist leider nicht in Deutschland verfügbar, kommt aber neben einem Akku auch noch mit einem Touch-Display daher, was ich in der Benutzung sehr angenehm fand. Ich habe das Gerät jetzt schon bei drei USA-Aufenthalten verwendet und war sowohl von der Bedienung, dem Empfang und der Akkulaufzeit sehr zufrieden. Allerdings gibt es das MiFi nur in Verbindung mit einem AT&T oder Bell-Vertrag.

Für den „normalen Anwender“, der wirklich nur fürs Auto nach einem WLAN-Hotspot sucht, ist das Huawei CarFi hingegen eine preiswerte Alternative.

Disclosure: In diesem Beitrag finden sich Links zu Amazon.de, die als sogenannte Affiliate-Links gesetzt wurden. Dass heisst, dass ich eine Verkaufsprovision von Amazon bekomme, wenn ein potentieller Interessant auf den entsprechenden Link klickt und etwas bei Amazon kauft. Wer meint, dass dies meine Objektivität in Frage stellt, sollte die entsprechenden Links nicht anklicken.

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Peugeot Fractal Concept

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Eigentlich baut ja Citroen die schönsten Concept Cars. Auf der IAA 2015 in Frankfurt hat Ihnen aber meiner Meinung die Schwester aus dem PSA-Konzern ganz deutlich den Schneid abgerungen. Für mich ist das Peugeot Fractal Concept der heimliche Star der IAA 2015 gewesen. Sicherlich, der Transformer von Mercedes hatte auch seinen Reiz und ich wünsche mir ganz wirklich, dass Porsche sein Motion E nicht als reines Showcar im Keller versauern lässt. Aber bei beiden Fahrzeuge zeigen eben Fahrzeuge, die selbst im Jahre 2020 nur eine kleinen Oberschicht vorbehalten werden – Mercedes SLS Electric Drive und Porsche 918 lassen grüssen.

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Bowers & Wilkins im 2015 Volvo XC 90

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Ich weiss nicht, ob ich objektiv bin. Vielleicht eher zu kritisch als zu wohlwollend. 18 Monate lang habe ich für Bowers & Wilkins Germany gearbeitet. Und in diesen 18 Monaten mich voll und ganz inhaltlich brand’en lassen. Ich meine damit, dass ich die Qualität der Produkte von Bowers & Wilkins wirklich zu schätzen weiss. Nicht alle, aber die meisten, vor allem, wenn es sich um Lautsprecher handelt. Anfangs meiner kurzen Karriere als Auto-Blogger hatte ich die Chance an einem Wochenende zwei Jaguar-Modelle zu fahren, die damals B&W als Premium-Soundsystem verbaut hatten. Ich war eher nur medium begeistert. Die Tonqualität hatte nicht wirklich etwas mit dem Klanggenuss zu tun, den ich von unseren Produkten kannte. Jaguar ist mittlerweile auf Meridian umgestiegen und Bowers & Wilkins hatte sich zunächst Maserati als neuen automobilen Partner gesucht. Bei der statischen Weltpremiere des Volvo XC90 in Stockholm war ich dann durchaus etwas überrascht, die Lautsprecher meiner nunmehr Ex-Kollegen in dem schwedischen SUV vorzufinden. Ein erste Klangprobe hörte sich gut an, aber bei der Weltpremiere war weder die Zeit noch der Raum, um sich wirklich mal in das System hinein zu hören.

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#Autsch – Autobild-Journalist kokettiert mit Gewaltbereitschaft

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autobild-werbefreundliches-umfeldZwei Tage IAA liegen hinter mir. Ein Knochjob, wenn man wirklich versucht, all die Neuheiten abzulaufen. Ich war aber in diesem Jahr doch eher positiv überrascht, wir konnten ansatzweise störungsfrei arbeiten. Wir selbst versuchen auch immer für die anderen Kollegen mitzudenken. Wenn man sieht, dass ein Fotograf sein Bild schiesst, bleibt man kurz stehen. Und wenn schon andere Filmteams an einem Auto drehen, dann versucht man rücksichtsvoll zu arbeiten. Und ich will uns dabei nicht positiv nach vorne stellen, ich fand, dass auch alle Kollegen sich entsprechend verhalten haben.

Alle Kollegen? Naja, fast alle. Da gibt es wohl die Jungs mit den roten Polo-Shirts, die einen Messebesuch als sportliche Herausforderung sehen. So lese ich bei der Autobild.de im Artikel von Joachim Staat* doch tatsächlich

Vier Leute wegschubsen, den Blogger mit dem Handy ausbremsen, jetzt die Menschenkette zuziehen. So gelangt man zur Mittagszeit in die neue Giulia hinein, die von Paparazzi aller Couleur umringt wird, als zöge Helene Fischer auf dem Drehteller blank.

Ich bin ja sehr froh, dass er mich nicht geschubst hat. Allein weil mein „Handy“ eine 4 kg schwere Spiegelrefelxkamera ist. Langsam verstehe ich aber, warum die Kollegen von der AutoBild-Radaktion von den Herstellern immer exklusive Vorab-Termine erhalten. Man möchte wohl negative Schlagzeilen wie „Wieder Schlägerei der Rothemden an Messestand von Hersteller XY“ vermeiden. Vermutlich tue ich dem Kollegen aber auch vollkommen unrecht. Möglicherweise folgt er auch nur einer neuen Direktive des Springer-Lenkers Kai Diekmann, der sich jüngst auch wieder aggressiv populistisch gezeigt hat.

Da teilt er doch gerne mal unter der Gürtellinie aus, weil St. Pauli nicht das Bild-Logo auf dem Trikot haben will, wohl längst aber weit mehr für Flüchtlinge getan hat, als der Boulevard-Titel aus dem Springer-Verlag (mehr: #BildNotWelcome). Aber zurück zum Fachmagazin.

Spannend ist aber in der Tat das Weltbild des Kollegen Staat von „uns Bloggern“. Ich selbst kenne keinen der unseren, der die Messe mit einem Smartphone dokumentieren würde. Möglicher Weise sind in seiner Denkweise aber auch alle Personen, die kein Poloshirt auf der Messe tragen, sogleich „ein Blogger“.

Abschliessend frage ich mich, ob Volkswagen mit der Passat-Werbung das nicht ganz so werbefreundliche Umfeld des Artikels bewusst ist.

* Original-Artikel ist hier zu lesen: http://www. autobild. de/artikel /alfa-romeo-giulia-iaa- 2015-sitzprobe-6058973.html