Alle Artikel mit dem Schlagwort ‘Buch

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Wie ich New York sehe – Patrick Ludolph Superstar

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Vor nicht ganz zwanzig Jahren habe ich mit so einem Typen zusammengearbeitet. Wir haben uns gleich sehr gut verstanden. Irgendwann um 2007 habe ich mir eine Nikon D70 als erste eigene Spiegelreflexkamera gekauft. Und Gerüchten zufolge hat das bei dem Typen etwas bewirkt. Vor ein paar Tagen hat Patrick Ludolph sein erstes Buch „Wie ich New York sehe“ vorgestellt und ich freue mich nicht nur für ihn, ich bin richtig stolz auf Paddy.

Es ist inspirierend zu sehen, dass man wirklich alles erreichen kann, wenn man es nur will und auch gewillt ist, hart dafür zu arbeiten. Noch inspirierender ist es für mich zu wissen, dass man sich dafür nicht verbiegen muss. Patrick ist immer noch der Patrick, den ich vor fast 20 Jahren kennengelernt habe. Ein bisschen grauer um die Schläfen vielleicht. Deutlich erfahrener auf jeden Fall, aber eben immer noch der Typ, den ich damals sofort mochte.

Patrick hat seinerzeit seinen gutbezahlten Job als Web Analytics Consultant aufgegeben, um sich als Fotograf selbstständig gemacht. Seitdem ist sein Werdegang einfach zu analysieren. Gradlinig nach oben. Gradlinig nach vorne. Eigenes Studio. Sehr erfolgreiche Fotokurse. Und jetzt eben das erste Buch. Ich habe gestern nacht um 1 Uhr nur noch schnell meine E-Mails checken wollen. Und einmal bei Facebook „refresh“ gedrückt. Gut 50 Minuten später, habe ich dann mit einem zufriedenen Grinsen den Deckel von meinem MacBook zugeklappt:

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Gelesen: Jo Nesbø – Harry Hole – Der Fledermausmann / Kakerlaken / Rotkehlchen

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Nachdem ich Der Sohn von Jo Nesbø gelesen hatte, wollte ich mehr und habe mit der Harry Hole Reise des norwegischen Autors begonnen. Gerade mit ich mit dem dritten von aktuell zehn Bänden fertig geworden. Zeit, um mal ein wenig zu plaudern.

Natürlich ist auch Harry Hole, der Protagonist der Reihe ein eher kaputter, oder besser ein sehr menschlicher, Polizist, der versucht, sein Leben im Griff zu behalten und seine Erlebnisse nicht nur im Alkohol zu ertränken.

Im ersten Teil ermittelt Harry Hole in Australien, was mich durchaus angesprochen hat. Ich bin ein großer Fan der Bony-Reihe von Arthur W. Upfield (die es leider nicht als Kindle-Version gibt), einem Sohn eines Australiers und einer Aborigine, der in der Einsamkeit der australischen Weite seine Fälle lösen muss. Harry Hole hingegen ermittelt in Sydney als norwegischer Polizist. Das Buch ist wirklich nicht einfach zu durchschauen und durchaus spannend. Zu Ende hin wird es bitter, aber es ist ja auch ein skandinavisches Buch. Nach dem ersten Teil Der Fledermausmann wollte ich auf jeden Fall weiterlesen.

Kakerlacken – ermittelt Harry Hole dann in Bangkok. Da war ich erstmal skeptisch. Wie wahrscheinlich ist es denn bitte, dass ein „normaler“ Ermittler mal eben von einem Kontinent zum nächsten geschickt wird, um die dortige Polizei zu unterstützen. Aber Jo Nesbø (vorstehender Link zeigt auf die deutsche Homepage des Authors) schafft es durchaus, seine Geschichten logisch aufzubauen. Zudem hat er es zumindest bei mir geschafft, mich in die unterschiedlichen Stimmungen der Geschichte zu ziehen und ich konnte mich herrlich in dem Buch verlieren. Dennoch hatte ich mich entschieden aus der Reihe auszusteigen, wenn der dritte Teil nicht in Norwegen selbst spielt.

Die Handlung von Rotkehlchen ist dann tatsächlich in Norwegen angesiedelt. Für mich ist es eindeutig das beste der drei Bücher. Auch der Erzählstil ändert sich zu den anderen beiden Büchern und war mir am Anfang fast zu viel, weil doch viele Handlungsstränge aus unterschiedlichen Zeiten parallel erzählt werden. Auch wenn ich dieses Buch bislang am besten finde, würde ich jedem raten, durchaus beim ersten Buch einzusteigen, denn die Bücher bauen charmant aufeinander auf. Man muss aber nicht die ersten gelesen haben und auch wird in dem zweiten und dritten Teil nicht unendlich oft bereits bekanntes wiederholt. Das hat der Author wirklich prima hinbekommen.

Ich merke allerdings, dass Lesen doch ein teures Hobby werden kann. Die jeweilige Kindle-Version ist auch gerade mal einen Euro billiger als ein neues Taschenbuch und kostet somit knapp 9 Euro. Gerade gebrauchte Bücher kann man ja bei Amazon doch oft als Schnäppchen bestellen. Dennoch will ich auf meinen Kindle nicht verzichten.

Disclosure: In diesem Beitrag finden sich Links zu Amazon.de, die als sogenannte Affiliate-Links gesetzt wurden. Dass heisst, dass ich eine Verkaufsprovision von Amazon bekomme, wenn ein potentieller Interessant auf den entsprechenden Link klickt und etwas bei Amazon kauft. Wer meint, dass dies meine Objektivität in Frage stellt, sollte die entsprechenden Links nicht anklicken.

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Gelesen: Jo Nesbø – Der Sohn

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Henning Mankell 1948, Schwede. Stieg Larsson 1954, Schwede. Da konnte ich ja mit Jo Nesbø 1960 nicht so ganz falsch liegen. Wobei der kein Schwede ist, sondern Norweger. Ich habe auch keine Ahnung, wie ich auf das Buch Der Sohn gekommen bin. Bei Amazon ist es immerhin als „Bestseller in Norwegische Krimis & Thriller“ gelistet. Das war es aber nicht, wohl aber auch nicht so wichtig.

Ich habe das Buch verschlungen und jede freie Flugminute darin gelesen. Ich mag die skandinavischen Geschichten – diese spielt in Norwegen, da sie meist mit Hochglanz-Elementen geizen und die Protagonisten eher kapriziös sind. So sind die beiden Hauptpersonen in „Der Sohn“ weder Loser noch Gewinner, sondern eher Akteure wider Willen. Ich fand das Buch wenig vorhersehbar, dafür aber durchaus spannend. Wer, wie ich, gerne mal einen guten Krimi liest, kann hier problemlos zugreifen. Grob beschrieben handelt es sich um eine Vater-Sohn-Beziehungsgeschichte im Drogen-Milieu bei der korrupte Polizisten eine tragende Rolle spielen. Die Kindle-Version ist mit aktuell 16.99 Euro aber nicht gerade ein Schnapper, wenn auch preiswerter als die gebundene Ausgabe für 22,99 Euro. Als Taschenbuch ist der Krimi aktuell noch nicht verfügbar.

Jo Nesbø ist übrigens durch eine Krimi-Serie bekannt geworden, in dem ein dänischer Polizist namens „Harry Hole“, die Hauptrolle spielt. Das erste Buch dieser Serie „Der Fledermausmann“ habe ich mir dann gleich mal im Anschluss gekauft und gelesen.

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Entspanntes Lesen mit dem Amazon Kindle Paperwhite

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Vor ein paar Jahren hatten wir in der unmittelbaren Nachbarschaft einen Jungen, der gerne mit meinem älteren Nachwuchs gespielt hat. Der Bengel hatte mit 5 Jahren schon einen eigenen Fernseher in seinem Zimmer und erzählte uns an einem schönen Sommertag, dass er auch ein (1, in Worten EINS) Buch besitzen würde.

Ich war ein wenig schockiert, muss ich gestehen. Ich selbst bin sehr dankbar dafür, dass mich meine Mutter nicht nur mit langen Spaziergängen (meine Kinder würden es Gewaltmärsche nennen) hat aufwachsen lassen. Auch viel Lesen gehörte bei uns einfach zum Alltag. Bücher waren bei uns zu Hause ein hohes Gut. Meine Frau hat den gleichen Hintergrund und so sind wir auch mehr als glücklich, dass unseren Kindern das Lesen auch so viel Spass macht.

Ich selbst allerdings, habe ich den letzten drei, vier Jahren nicht mehr viel gelesen. Allenfalls im Urlaub habe ich mal ein Buch in die Hand genommen. Ich lese den ganzen Tag so viel im Internet, da mag ich abends dann nicht noch ein Buch zur Hand nehmen. habe ich mir oft selbst gesagt. Im vorletzten Urlaub war es in unserem Ferienbunker dann aber so langweilig, dass ich all meine Bücher, wie auch die Bücher des Nachwuchses schon am dritten Tag durchgelesen hatte. Und da mein Nachwuchs nur den ersten Teil einer Fantasy-Serie dabei hatte, habe ich dann die weiteren Teile auf dem iPhone gelesen. Was für eine Quälerei.