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2017 MacBook Pro Retina: externes 4K-Display via HDMI

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Jüngst hatte ich mir ein MacBook Pro gekauft. Eher zähneknirschend, denn freudig. Selbst als jahrelanger treuer Apple Kunde, der sich mit den Enttäuschungen der vermeintliches Innovationen des Konzerns abgefunden hat, bin ich kein Freund des Wegrationalisieren sämtlicher Anschlüsse zugunsten von ein paar USB-C-Ports. Aber sei es eben so. Die Alternative – mit Windows oder Linux zu arbeiten ist auch nicht akzeptabel. Und so habe ich mir lustige Adapter gekauft. Und gut ist. Nach und nach zeigen sich jetzt im täglichen Einsatz die Schwächen der Adapter, die das ganze Unternehmen sehr mühsam machen. Mein Reise-Adapter USB C Hub EgoIggo Aluminium Type C (Amazon Affiliate Link), der einseitig sich in beide USB-C Anschlüsse klemmt, ist immer mal wieder aufegfallen, dass ich plötzlich keine Daten mehr von den angeschlossenen Geräten kopieren konnte. Kann ja mal passieren. Aber nicht öfter als „mal“. Ich nutze ihn weiter, bin aber nur bedingt glücklich.

Mit dem „Heim“-Adapter USB C Hub (8-in-1)Dootoper Type C Hub (Amazon Affiliate Link) war ich bislang ganz zufrieden. Aber der hatte es auch einfach, da ich ihn eben nur mal Schreibtisch eingesetzt habe. Mittlerweile muss ich das MacBook als Arbeitsplatz-Rechnen nutzen. Also habe ich mir flex ein 4K-TFT gekauft, welches ich über selbigen Adapter per HDMI verbinde. Wenn die Verbindung steht, bin ich durchaus glücklich. Der Monitor zeigt ein gutes Bild. So hatte ich mir das vorgestellt. Aber – die Verbindung steht leider nicht mal eben so. Ich hatte ja gedacht, dann ich morgens am Schreibtisch nur den Adapter in den USB-C Port vom MacBook stecke und los geht es. Es geht auch jeden Morgen los – mit dem gleichen Ritual. Anklemmen. Ärgern, dass kein Bild kommt. Kabel abziehen. Kabel einstecken. Wenn es dann geht, fein, wenn nicht wieder von vorne. Sicherlich, das kostet mich maximal 3 Minuten am Morgen, aber mal ganz im Ernst – das ist nicht der Weg positiv in den Tag zu starten. Ich hatte zwischenzeitlich noch so ein Kombi-Stecker-Dings von einem anderen Hersteller gekauft – aber das funktioniert eher schlechter als besser. Jeden Morgen überlege ich, ob ich nicht doch das original Apple Kabel kaufe. Aber dann. Wenn ich eh einen extra Stecker setzen muss, dann kann ich hier auch weiter puzzeln.

Geradezu bizarr finde ich in den Zusammenhang, dass dem neusten iPhone KEIN USB-C-auf-Lightning Kabel beiliegt. Ich habe also das neuste Notebook und das neuste Mobiltelefon von Apple. Kann das Telefon aber nicht am Rechner laden. Ok. Dolle Strategie …

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Konsum macht glücklich? Neues 15″ MacBook Pro

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Als Apple-Fanboy ist man ja Kummer gewohnt. Die schöne Hardware und das stabile Betriebssystem erkauft man sich zu einem hohen Preis – und ich meine das jetzt nicht mal auf die hohen Anschaffungskosten bezogen. 2004 habe ich meinen ersten Mac – ein 11″ Powerbook gekauft. Seitdem hat nie wieder ein Windows-Rechner seinen Weg in unsere vier Wände gefunden. Doch bei diesem Update habe ich mich wirklich schwer getan.

Mein altes 13″ MacBook Pro ist nunmehr 4 Jahre in Betrieb. Der Akku ist platt, die Platte viel zu klein und das Rendern eines handelsüblichen Ausfahrt.tv Reviews dauerte zuletzt über 6 Stunden (der iMac 5k braucht eine Stunde). Also bin ich schon seit Ende letzten Jahres mit der Idee schwanger, meine mobile Hardware zu update. Unter normalen Umständen ein echtes Leckerli für mich, heuer dann doch eher ein Qual.

Die Entscheidung von Apple nun USB-C als einzige Schnittstelle anzubieten hat mich abgehalten. Mich hat es so schon genervt, wie oft ich Hubs und Adapter nutzen musste. Aber jetzt geht es gar nicht mehr ohne. Geradezu frech finde ich das Wegkürzen des SD Card Slots. Zur Not doch immer die einfachste Möglichkeit unterwegs auch mal schnell größere Datenmengen zu kopieren. Weitaus schlimmer finde ich aber, dass diesem ganzen USB-C Wahnsinn der MagSafe-Adapter zum Opfer gefallen ist. Mal davon abgesehen, dass ich heute beim Abholen meines MacBooks noch mal eben 2 weitere Netzteile kaufen musste, weil ich die alten ja nun nicht mehr nutzen kann, MagSafe war großartig!

Das besagte Powerbook habe ich ein paar Mal vom Tisch gerissen, weil ich über das Stromkabel gestolpert bin. Auch habe ich auf diese Art und Weise gleich zwei Ladekabel vernichtet. Das war kein billiger Spass. Nun geht das ganze wieder los. Denn das USB-C Stromkabel steckt wieder fest im MacBook. Yeah. Vielleicht sollte ich doch noch diese 5-Jahres Deppen-Versicherung anstellen. Nur wegen dem Stromanschluss.

Der Umstieg von 13″ auf 15″ ist schräg, aber gewollt. Auf dem Sofa sitzend bin ich doch immer wieder aufs Neue überrascht, dass der Block mit der Tastatur so groß ist. Die 2″ mehr Display hingegen kommen mir gar nicht als so viel mehr vor. Aber ich habe auch noch nicht geschnitten. Die Tastatur ist auch gewöhnungsbedürftig und erstmal gefühlt sehr laut. Aber ich denke, daran werde ich mich schnell gewöhnen.

Fürs Protokoll – damit ich mich auch noch später ärgern kann – mal die Extra-Kosten, die mir jetzt durch USB-C entstanden sind: 2x 87 Watt-Netzteile = 178 Euro (1x zu Hause, 1x Büro, 1x im Rucksack für Mobil – alles andere macht für mich kein Sinn), dazu 2x 2m USB-C Kabel = 50 Euro (Unverschämt per se, dass die nicht mehr beim Netzteil dabei sind), 1x USB C Hub EgoIggo Aluminium Type C (Amazon Affiliate Link) = 63 Euro (unterwegs, ich hoffe ja, dass die eine Sollbruchstelle haben), 1x USB C Hub (8-in-1)Dootoper Type C Hub (Amazon Affiliate Link). Macht zusammen: 371 Euro. Im Prinzip für nichts. Frustrierend.

Aber dann. Bin ich ein Apple Fanboy – und ich denke mal spätestens nach 2 Wochen habe ich mich an alles gewöhnt und mir den Rest schön geredet. Passt.

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Gebrauchtwagensuche im Internet – die Leiden des jungen J

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VOLL!!! VOLL!!! VOLLLLLL!!!ELF!!! lese ich in den ersten zwei Zeilen der Fahrzeugbeschreibung in einer der einschlägigen Gebrauchtwagenbörsen. Voll! Ja, ich habe langsam die Nase voll von Anbietern, die ihre Ware anpreisen und dabei anscheinend nicht den Hauch einer Ahnung der Materie haben. Voll soll hier für Voll-Ausstattung stehen. Voll steht aber meist, so habe ich es in den letzten drei Wochen gelernt, allenfalls für volle Serienausstattung.

Voll behämmert komme ich mir übrigens mittlerweile vor. Vor ein paar Wochen hat mich (mal wieder) das Gefühl überfallen, ich müsse mir nun endlich mal ein anständiges Auto kaufen. Seit 2-3 Jahre fahre ich privat einen Opel Corsa B von 1995 mit 45 PS. Sicherlich, der Kleine ist mir ans Herz gewachsen, aber wenn ich dann doch mal ein paar Kilometer mehr privat fahren möchte, dann wäre es fein, wenn ich auf der Autobahn am Berg auch mal einen Laster überholen könnte, ohne todesmutig auf die mittlere Spur ziehen zu müssen. Zudem schätze ich im mittlerweile gesetzten Alter durchaus Annehmlichkeiten wie eine Sitzheizung oder einen Tempomat – von einem Automatikgetriebe mal ganz abgesehen.

Den Wunsch eines meiner beiden Traumautos – ein allradgetriebener Porsche 911 oder eine Mercedes-Benz G-Klasse als 400 CDI – zu kaufen, habe ich unlängst im Rahmen einer feierlichen Zeremonie beerdigt. Verliebe Dich niemals in wertstabile Fahrzeuge! Niemals! Andernfalls findest Du Dich mit einem Blick auf Dein Smartphone und dem Gedanken wieder, dass ein fast 20 Jahre altes Fahrzeug, was die Erde schon zehn mal umrundet hat und durch sieben Hände gegangen ist für unter 25.000 Euro doch ein ziemlicher Schnapper ist. Und glaubt mir, ich kann mir so einen Gedanken durchaus schön reden. Bis ich dann irgendwann wieder in der Realität ankomme.

Mercedes-Benz CLK / C208 C209

Als Mercedes-Fanboy fühle ich mich zwar nicht wirklich auf diesen Hersteller festgelegt, aber bei meinen nächtelangen Studien komme ich dann doch immer wieder zur Marke mit dem Stern zurück. Vor eineinhalb Jahren hatte ich schon einmal ähnliche Ambitionen und habe ein paar Wochen das Gebrauchtwagenangebot vom Mercedes-Benz CLK verfolgt. Der Zwei-Türer wurde von 1997 bis 2009 als Coupe und Cabrio angeboten. Ein Cabrio interessiert mich nicht, dem Klimawandel sei Dank halten sich die Sommertage in unseren Breiten ja mittlerweile auf einem Niveau, bei dem man ein offenes Fahrzeug durchaus ausschliessen kann. Das Coupe in der Baureihe 208 (1997 – 2002) hat hinten feststehende Fenster – für mich bei einem Coupe ein NoGo. Die Kenner (wenn man den Personen in den einschlägigen Foren so bezeichnen darf) empfehlen den Sechszylinder (CLK 320), die Vierzylinder sollen zu schwach oder mit Kompressor-Aufladung zu anfällig sein. Zudem plagt die Baureihe ein gewisses Rostproblem, wenn es bei den Zweitürern auch nicht so schlimm sein soll, da beide im Bremer Werk gefertigt wurden, wo man das Lackieren wohl ein wenig besser im Griff hatte, als bei den Mercedes-Vier-Türern dieser Zeit.

Setzt man also mal fix den ersten Filter in einer der größeren Gebrauchtwagenbörsen auf „Baujahr ab 2013“, dann werden aus 2.500 Treffern ab 500 Euro mal eben 1.450 Angebote ab 2.000 Euro. Der erste Treffer mit weniger als 200.000 km Laufleistung wird für 3.000 Euro angeboten. Und an dieser Stelle verfluche ich dann das olle Internet mit all seinen Vorteilen. Denn das Vorgaukeln größter Auswahl und Vielfalt bricht schnell in sich zusammen, wenn man einen weiteren Filter bemüht: „Zeige nur Fahrzeuge in den Umgebung von 100 km an“. Was bringt mir denn der großartigste Schnapper, wenn er kurz vor der österreichischen Grenze steht? Ist der Filter gesetzt, verkleinert sich das Angebot dann auch mal ganz fix auf 120 Fahrzeuge. Das preiswerteste Fahrzeug unter 200.000 km kostet nun schon 5.150 Euro.

Im Rahmen der ganzen Diesel-Diskussion und dem wahlkampfgesteuerten Parolen der Politik wie auch den Reaktionen im europäischen Umland mit deutlichen Bestrebungen in ein paar Jahren nur noch Elektrofahrzeuge zuzulassen, möchte ich mir doch nun zeitnah einen Traum erfüllen. Ein Mal einen V8 besitzen und fahren, bevor es nicht mehr möglich ist. Schwups, sind wir bei 10 Treffern (100 km Umland) und einem Einstiegspreis von 11.500 Euro. Vom Angebot gar nicht so schlecht. Aber dann. Das Internet und der Realitätsverlust. Denn es ist zwar sehr leicht und locker, sich mal eben in Internet (auch tagelang) gebrauchte Fahrzeuge anzusehen, hat dann aber wenig mit dem echten Leben zu tun.

Als ich den CLK als C209 dann aber beim Fähnchen-Händler um die Ecke zwecks realer Betrachtung noch einmal genauer angesehen habe, fand ich ihn schon gar nicht mehr so schick. Zumindest nicht 10.000 Euro schick. Zumal – wieder auf die vermeintlichen Experten aus den Foren hörend – sich der Wagen auch nicht wirklich sportlich fahren lässt. Dann wiederum: für einen Cruiser hätte ich doch lieber ein Fahrzeug mit Luftfahrwerk. Und ein wenig mehr Ausstattung für den Preis.

Mercedes-Benz CL / C215

Alles kein Problem. Klotzen statt Kleckern! Mit einem S-Klasse Coupé. In Form des Mercedes-Benz CL Baureihe 215 (gebaut von 1999 – 2006). Die Serienausstattung ist üppig, das Gebrauchtwagenangebot ungeahnt groß. Sicherlich, auch im Rotlicht-Milieu war das Fahrzeug beliebt, aber ich bin schon zu erwachsen, als das mich dies stören würde. Die Modell vor der Modellpflege 2002 finde ich uninteressant, weil das verbaute Infotainment-System sich nicht so einfach auf ein aktuelles System aktualisieren lässt. 12.000 Euro kostet das erste von 25 gefundenen Angeboten (100 km Radio, CL 500, ab 2003) und steht sogar in Bielefeld. Den Wagen habe ich mir direkt angesehen. Eine Rostblume am hinteren rechten Radlauf und ein Kratzer in der Beifahrertür. Alles im Rahmen. 12.000 Euro Verhandlungsbasis. Möglich. Aber dann wieder das verfluchte Internet. In den Foren findet man dann nämlich ziemlich schnell den Hinweis, dass das serienmäßig verbaute ABC-Luftfahrwerk zwar ein echter technischer Leckerbissen ist, aber eben so lecker wie anfällig ist. Faustregel: Leg Dir nochmal 10.000 Euro zur Seite für die Instandhaltung bzw. Instandsetzung des Fahrwerks. Ok. Dann könnte ich auch einen Porsche 996 kaufen (wobei man sich da ja auch 10.000 Euro für den Motor zurücklegen sollte und blablablabla).

Mercedes-Benz E 500 / W211

Zum zweiten Mal lösche ich also alle liebevoll angelegten Suchanfragen in den einschlägigen Apps und sinniere erneut. Ein wenig Recherche hier. Ein wenig Lesen dort. Wie wäre es denn mit einer E-Klasse? Als W211. Gebaut wurde die Limousine der oberen Mittelklasse von 2002 bis 2009. Im Gegensatz zur Vorgänger-Baureihe W210 sieht die Limousine schon deutlich schicker aus (also nach meinem Dafürhalten) und ist längst nicht mehr so Rostanfällig. Optional gibt es die E-Klasse bereits einen adaptiven Tempomaten (Distronic), eine Luftfederung (Airmatic Dual Control), einem Premium-Soundsystem (Surround-Soundsystem von harman/kardon mit 12 Lautsprechern und 420 Watt Leistung) und – Bonusrunde – einem fahrdynamischen Multikontursitz mit Massagefunktion. Kein Licht, ohne Schatten. Eine damals neuartige Bremse (elektrohydraulische Bremse SBC) sorgt für Probleme und wurde – wenn das nicht tief blicken lässt – auch nur in dieser Baureihe verbaut. Und bis zur Modellpflege im Jahre 2006 klagen Besitzer auch über zu schwach dimensionierte Kugelgelenke, die zu starkem Verschleiß an Vorder- und Hinterachsen führen. Wenn dann die Besitzer auch noch große Felgen nutzen, kann man sich schon mal auf Reparaturen einstellen. 35 Treffer zum E 500 ab Baujahr 2003 im Umkreis von 100 Kilometern, das preiswerteste Angebot mit unter 200.000 Kilometer Laufleistung liegt bei 9.000 Euro.

Nach drei Tagen intensiven Studiums des Angebotes (deutschlandweit, ist klar, oder?) werde ich ansatzweise aggressiv. Fast jeder Anbieter preist seinen E 500 mit vermeintlicher Vollausstattung an. Selbst, wenn das Fahrzeug damals ohne Sitzheizung ausgeliefert wurde. Besonders ärgert es mich, dass die von mir favorisierte 4MATIC-Version zumeist in einer Sparausstattung kommt, so dass mir eine Entscheidung zwischen den unterschiedlichen Angeboten sehr schwer fällt.

Vorstehend mal ein kleine Erklärung, an welchen Schaltern man erkennen kann, welche Ausstattungs-Optionen verbaut sind. Sehr schwer zu erkennen ist hingegen anhand solcher Bilder, ob das harman/kardon Soundsystem an Bord ist. Lediglich kleine Logo-Schilder auf den Lautsprechergittern in den vorderen Türen, die man bei den meisten Fotos nicht erkennen kann, lassen einen Rückschluss zu.

Aus dem angegeben Durchschnittsverbrauch lässt sich im Übrigen ableiten, ob das Fahrzeug mit der 5-Gang-Automatik oder dem neuen 7G-Tronic-Automatikgetriebe (ab Herbst 2003) ausgestattet ist. 5-Gang: 11.5 l/100 km; 7-Gang: 11,1 l/100 km; 4MATIC (5-Gang): 11,9 l/100 km.

Ich habe sogar ein Fahrzeug gefunden, was ich kaufen würde. Kein 4MATIC, aber sonst alles an Optionen vorhanden, was mir wichtig ist. Von der Laufleistung deutlich unter 200.000 km und vom Beschreibungstext mehr als ordentlich, zudem die bekannten Schwachstellen kürzlich überarbeitet wurden. Das Ganze für 8.500 Euro. Bingo. Dummerweise habe ich dann den E 500 der Finanzministerin gezeigt, die mich nur fragte „Siehst Du Dich wirklich in dem Auto? Ist der nicht etwas zu bieder für Dich?“ Autsch. Voll ins Schwarze.

Mercedes-Benz CLS / C219

„Findest Du den besser?“ war dann mein Frage, 10 Mausklicks später. „Ja! Der passt zu Dir?“ Grmpf. Also, alle Suchanfragen und geparkten Fahrzeuge wieder gelöscht (zugegeben, bis auf den einen, der mir von den angebotenen E 500 doch richtig gut gefällt) und alles auf CLS 500 ausgerichtet.

Und ja. Gleich nach der G-Klasse ist der CLS nach meinem Geschmack der schönste Mercedes-Benz der letzten Jahre. Die erste Produktgeneration C219 wurde von 2004 bis 2010 gebaut und dann von der Baureihe 218 abgelöst, die aktuell noch verkauft wird. Die neue Baureihe gefällt mir von der Front mit den Scheinwerfern deutlich besser, ist aber mit meinem bescheidenen Budget nicht zu vereinbaren.

Der C219 steht auf der gleichen Plattform wie die vorgenannte E-Klasse W211 und bietet quasi die gleichen Ausstattungsoptionen. So dass das vorstehende Schaubild auch verwendet werden kann. Der C219 wurde nicht mit 4MATIC angeboten, so dass die Auswahl für mich einfacher ist. Allerdings ist er mit nur 170.000 produzierten Einheiten und mit seiner Einstufung als Oberklasse-Fahrzeug deutlich rarer und wertstabiler als die ausstattungsähnliche E-Klasse.

Gerade mal 233 Angebote spuckt die zum Vergleich herangezogene Gebrauchtwagen-Börse aus. Davon haben 201 Fahrzeuge weniger als 200.000 Kilometer. Im 100 km Radius sind es dann noch 22 Treffer bei einem Einstiegspreis von 11.000 Euro. Wobei man (zumindest vermeintlich) anständige Angebote erst ab 15.000 Euro findet. Das Angebot von mattfolierten CLS mit großen Felgen ist ebenso groß wie die eher „unverbastelten“ Fahrzeuge. Und die Fahrzeuge um 15.000 Euro haben dann auch seltenst ein echte Vollausstattung.

Wer sich ernsthaft für einen CLS interessiert, sollte sich auch mal die Angebote der Tuner ansehen: Brabus, Carlsson, Prior Design, Väth oder der Breitumbau von MD Exclusive Cardesign. Dann erkennt man doch recht schnell, ob das folierte Fahrzeug auch noch anderweitig verändert wurde. Gut ist, was gefällt. Aber wer seinen CLS möglich original haben möchte, kann so schnell ein paar Fahrzeuge ausschliessen.

Für mich endet die Suche an dieser Stelle erst einmal. Denn die 15.000 übersteigen mein Budget deutlich. Da muss ich erstmal noch ein wenig sparen. Zumal ich ja in der vertrackten Lage bin, dass ich eigentlich gar kein Auto benötige. Und der Corsa ja auch fährt. Und die paar Mal im Jahr, an denen ich auf der Autobahn, am Berg mal einen LKW überholen möchte, kann ich eigentlich auch entspannt bis zum Gefälle hinter ihm her zuckeln.

Und dann. Habe ich durchaus auch noch ein paar Kandidaten auf der Liste, die ich jetzt, ebenso wie den CLS 500, ein wenig mitverfolgen. Wie beispielsweise den Citroen C6 oder den Mazda RX-8. Auch habe ich mir eine Menge Autos von vor 2000 angesehen. Gerade ein /8 Coupe wäre eine feine Sache. Aber dann möchte ich mir schon ein Ganzjahresfahrzeug anschaffen, was jederzeit anspringt und mir einen gewissen Komfort bietet. Und ich habe ja auch noch 2 Oldtimer in der Garage, die ich aus den gegebenen Gründen eben nicht bewege bzw für die mir schlichtweg die Zeit fehlt.

Gebrauchtwagen richtig inserieren – Fotos

Erschrocken bin ich am Ende meiner kleinen Reise doch über die minderwertige Qualität der Gebrauchtwagen-Anzeigen. Verpixelte Fotos sieht man oft genug. Oder auch Bilder, bei denen ich mich frage, was ich darauf denn eigentlich erkennen soll. Super auch, wenn man das Auto 15 mal von aussen zeigt, aber nicht ein einziges Bild vom Innenraum einstellt. Generell sollte man doch sein Fahrzeug einfach vor einen halbwegs neutralen Hintergrund stellen (meist geht das gut an einem Sonntag bei einem beliebigen größeren Discounter) und das Fahrzeug von 1) vorne, 2) Seite und 3) hinten fotografieren. Und im Idealfall ein wenig Rahmen um die Wagen lassen, so dass der potentielle Käufer sich einen guten ersten Eindruck verschaffen kann. Dazu dann ein Schuss durch die geöffnete Fahrertür in den Innenraum (Ideal, hintere Tür auch öffnen) und dann noch ein Foto von der Rücksitzbank nach vorne (s.o.). Dazu kann man optional noch Nahaufnahmen von Ausstattungs-Optionen oder Mängeln knipsen, die einem wichtig sind, aber das ist meiner Meinung nach auch schon die Kür.

Viel wichtiger ist hingegen, dass man die Fotos in vernünftiger Auflösung in Netz stellt. Ein Smartphone der aktuellen Generation sollte ausreichen. Aber bitte nicht die Bilder dann mit unterschiedlichen Diensten hin- und hersenden, um sie dann hochzuladen. Wer Bilder beispielsweise per Whatsapp verschickt, weiss oft nicht, dass diese kleingerechnet werden, so dass sie ihre Detailtiefe verlieren.

Gebrauchtwagen richtig inserieren – Beschreibungstext

Dazu ist es wirklich bitter, wie wenig Mühe sich die meisten privaten (aber auch gewerblichen) Verkäufer machen (und damit auch wenig potentielle Käufer erreichen). So filtere ich in der Regel nach „maximal 2te Hand“. Dann fallen aber auch alle Angebote aus dem Raster, bei denen die Anzahl der Halter gar nicht angegeben ist. Da hilft es dann auch wenig, dies im Text oder in der Überschrift zu hinterlegen.

Gerade wenn ich für meinen Gebrauchten mehr als 10.000 Euro haben möchte, sollte ich doch auch eine sinnvolle Beschreibung der Anzeige anhängen. VOLL VOLL VOLL! hilft da eher weniger. Auch die kilometerlange Auflistung der Serienausstattung halte ich für kontraproduktiv. Besonders sinnfrei finde ich auch eine zweizeilige Beschreibung wie „Sehr gepflegtes Auto 2. Hand, mit kleinen Mängeln, kein Rost, alles weitere am Telefon“. Warum denn nicht die angesprochenen Mängel gleich ausführen? Ich habe als potentieller Käufer keine Lust, mir alles am Telefon erklären zu lassen. Dafür haben wir doch die ganzen Felder der Börsen. Genauso prima zu lesen, dass es sich um einen reparierten Unfallschaden handelt. Sehr schade hingegen, wenn dies im Text nicht näher erläutert wird.

Auf der einen Seite verbitten sich die Verkäufer diverse Anfragen „Kein was letzte Preis!“ auf der anderen Seite geizen sie aber so mit Informationen, dass man schon gar nicht auf das Angebot eingehen mag. Meine Lieblingsanzeige ist so aufgebaut:

(Vollausstattung bis auf X1, X2)
Ausstattungsoptionen: X3, X4 (zusätzlich zur Serienausstattung)
Zusätzliche Highlights: (andere Felgen, Auspuff, Fahrwerk)
Zuletzt erledigte Arbeiten am Fahrzeug (2017, 2016)
Mängel des Fahrzeugs: X5, X6
Wie lange ist das Fahrzeug im Besitz des Verkäufers.

Dazu erwarte ich zumindest die folgenden Angaben: Gesamt-Kilometer-Leistung (und nicht was der aktuell verbaute Austauschmotor gerade gelaufen hat), Anzahl der Vorbesitzer (und ja, wenn der Erstbesitzer der Hersteller selbst oder ein Autohaus war, dann zählt das auch), Erklärung Scheckheft-gepflegt (Ja, für mich macht es einen großen Unterschied, ob beim Vertragshändler oder in der freien Werkstatt und nein, wenn das Heft zur bis zur Hälfte der Kilometerleistung ausgefüllt ist, dann ist das Fahrzeug NICHT scheckheftgepflegt).

Werkzeuge und Tipps zur Internet-Gebrauchtwagensuche

Als potentieller Käufer kann ich noch als gute Ratschläge hinzufügen, dass es sich aus meiner Sicht durchaus lohnt sowohl bei Mobile als auch bei Autoscout24 zu suchen. Denn aus meiner Erfahrung überschneiden sich die Angebote nur in Teilen. Beide Apps wie auch die Webseiten haben mittlerweile sinnvolle Filter-Mechanismen, die sich sinnvoll nutzen lassen.

Hervorheben möchte ich zudem die Webseite/App „Autouncle“. Diese trackt diverse Autobörsen (wobei ich quasi nur Angebot von den vorgenannten zwei und eBay Kleinanzeigen wahrgenommen habe) und meldet so auch, wenn der Anbieter den Preis senkt oder anhebt. Zudem gibt die App eine Einschätzung, ob es sich bei dem Kaufpreis um eine angemessene Summe handelt (vermutlich abgleich Alter, KM-Leitung mit Schwacke).

Zur generellen Recherche suche ich immer zuerst immer den passenden Eintrag bei Wikipedia. Man kann von dem Online-Lexikon denken, was man will. In meinen Augen ist es schon ideal um sich einen groben Überblick über Ausstattungen und Motorisierungen zu verschaffen. Bei den meisten Google Suchanfragen wie „Mercedes C219 Kaufberatung“ landet man bei Motor-Talk. Die Qualität der Beiträge dort entsprechen nicht meinen Erwartungen. In der Regel wird der Fragesteller erstmal an die Suche verwiesen, danach entsteht dann ein Flamewar wegen irgendwas zwischen 2-3 Forenhasen. Ich suche mittlerweile eher nach speziellen Dingen wie „Lautsprecher ersetzen C219“, um die kleinen, spezifischeren Foren zu finden. Ich finde, dass man dort ein besseren Niveau vorfindet.

Von ADAC gibt es auch eine Gebrauchtwagen.App, mit deren Hilfe man durch Eingabe der bekannten Fahrzeugdaten einen Händlerverkaufspreis ermitteln kann. Zu den von mir gesuchten Fahrzeugen (App lässt nur Fahrzeug ab 2005 zu) wurden nie „Pannen und Mängel“ angezeigt, wobei die App dies halt anbietet. Das Ding ist ja schnell installiert.

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Mein Senf

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Bei vielen Nahrungsmittel greift man ja heuer lieber zu einem Qualitätsprodukt statt dem Billigheimer vom Discounter um die Ecke (Wobei wir ja auch gelernt haben, dass diese Produkte sich meist nicht hinter Markenprodukten zu verstecken haben). Aber wenn ich beispielsweise mein Grilleinkauf heute mit dem vor fünf Jahren vergleiche, dann kaufe ich schon wesentlich bewusster ein. Weniger häufig, dafür die bessere Qualität. Ein Produkt, bei dem ich mich bislang aber durchaus voll und ganz auf die abgepackten Tuben und Flaschen begnügt habe, ist Senf.

Nun habe ich seit langem mal wieder einen richtig leckeren Senf gegessen, der mir von der Senfmühle in Monschau mitgebracht worden ist. Es handelt sich um einen Honig Mohn Senf, den man glücklicherweise auch online bestellen kann. Nun sind 9 Euro für 335 ml bestimmt kein Schnapper. Aber ich muss den Senf ja auch nicht jeden Tag fingerdick auf dem Käse essen. Ich habe mich auf jeden Fall vorgenommen, nach und nach auch die anderen Sorten zu probieren und bin wirklich glücklich über diese kleine für mich neu entdeckte Gaumenfreude.