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Gebrauchtwagensuche im Internet – die Leiden des jungen J

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VOLL!!! VOLL!!! VOLLLLLL!!!ELF!!! lese ich in den ersten zwei Zeilen der Fahrzeugbeschreibung in einer der einschlägigen Gebrauchtwagenbörsen. Voll! Ja, ich habe langsam die Nase voll von Anbietern, die ihre Ware anpreisen und dabei anscheinend nicht den Hauch einer Ahnung der Materie haben. Voll soll hier für Voll-Ausstattung stehen. Voll steht aber meist, so habe ich es in den letzten drei Wochen gelernt, allenfalls für volle Serienausstattung.

Voll behämmert komme ich mir übrigens mittlerweile vor. Vor ein paar Wochen hat mich (mal wieder) das Gefühl überfallen, ich müsse mir nun endlich mal ein anständiges Auto kaufen. Seit 2-3 Jahre fahre ich privat einen Opel Corsa B von 1995 mit 45 PS. Sicherlich, der Kleine ist mir ans Herz gewachsen, aber wenn ich dann doch mal ein paar Kilometer mehr privat fahren möchte, dann wäre es fein, wenn ich auf der Autobahn am Berg auch mal einen Laster überholen könnte, ohne todesmutig auf die mittlere Spur ziehen zu müssen. Zudem schätze ich im mittlerweile gesetzten Alter durchaus Annehmlichkeiten wie eine Sitzheizung oder einen Tempomat – von einem Automatikgetriebe mal ganz abgesehen.

Den Wunsch eines meiner beiden Traumautos – ein allradgetriebener Porsche 911 oder eine Mercedes-Benz G-Klasse als 400 CDI – zu kaufen, habe ich unlängst im Rahmen einer feierlichen Zeremonie beerdigt. Verliebe Dich niemals in wertstabile Fahrzeuge! Niemals! Andernfalls findest Du Dich mit einem Blick auf Dein Smartphone und dem Gedanken wieder, dass ein fast 20 Jahre altes Fahrzeug, was die Erde schon zehn mal umrundet hat und durch sieben Hände gegangen ist für unter 25.000 Euro doch ein ziemlicher Schnapper ist. Und glaubt mir, ich kann mir so einen Gedanken durchaus schön reden. Bis ich dann irgendwann wieder in der Realität ankomme.

Mercedes-Benz CLK / C208 C209

Als Mercedes-Fanboy fühle ich mich zwar nicht wirklich auf diesen Hersteller festgelegt, aber bei meinen nächtelangen Studien komme ich dann doch immer wieder zur Marke mit dem Stern zurück. Vor eineinhalb Jahren hatte ich schon einmal ähnliche Ambitionen und habe ein paar Wochen das Gebrauchtwagenangebot vom Mercedes-Benz CLK verfolgt. Der Zwei-Türer wurde von 1997 bis 2009 als Coupe und Cabrio angeboten. Ein Cabrio interessiert mich nicht, dem Klimawandel sei Dank halten sich die Sommertage in unseren Breiten ja mittlerweile auf einem Niveau, bei dem man ein offenes Fahrzeug durchaus ausschliessen kann. Das Coupe in der Baureihe 208 (1997 – 2002) hat hinten feststehende Fenster – für mich bei einem Coupe ein NoGo. Die Kenner (wenn man den Personen in den einschlägigen Foren so bezeichnen darf) empfehlen den Sechszylinder (CLK 320), die Vierzylinder sollen zu schwach oder mit Kompressor-Aufladung zu anfällig sein. Zudem plagt die Baureihe ein gewisses Rostproblem, wenn es bei den Zweitürern auch nicht so schlimm sein soll, da beide im Bremer Werk gefertigt wurden, wo man das Lackieren wohl ein wenig besser im Griff hatte, als bei den Mercedes-Vier-Türern dieser Zeit.

Setzt man also mal fix den ersten Filter in einer der größeren Gebrauchtwagenbörsen auf „Baujahr ab 2013“, dann werden aus 2.500 Treffern ab 500 Euro mal eben 1.450 Angebote ab 2.000 Euro. Der erste Treffer mit weniger als 200.000 km Laufleistung wird für 3.000 Euro angeboten. Und an dieser Stelle verfluche ich dann das olle Internet mit all seinen Vorteilen. Denn das Vorgaukeln größter Auswahl und Vielfalt bricht schnell in sich zusammen, wenn man einen weiteren Filter bemüht: „Zeige nur Fahrzeuge in den Umgebung von 100 km an“. Was bringt mir denn der großartigste Schnapper, wenn er kurz vor der österreichischen Grenze steht? Ist der Filter gesetzt, verkleinert sich das Angebot dann auch mal ganz fix auf 120 Fahrzeuge. Das preiswerteste Fahrzeug unter 200.000 km kostet nun schon 5.150 Euro.

Im Rahmen der ganzen Diesel-Diskussion und dem wahlkampfgesteuerten Parolen der Politik wie auch den Reaktionen im europäischen Umland mit deutlichen Bestrebungen in ein paar Jahren nur noch Elektrofahrzeuge zuzulassen, möchte ich mir doch nun zeitnah einen Traum erfüllen. Ein Mal einen V8 besitzen und fahren, bevor es nicht mehr möglich ist. Schwups, sind wir bei 10 Treffern (100 km Umland) und einem Einstiegspreis von 11.500 Euro. Vom Angebot gar nicht so schlecht. Aber dann. Das Internet und der Realitätsverlust. Denn es ist zwar sehr leicht und locker, sich mal eben in Internet (auch tagelang) gebrauchte Fahrzeuge anzusehen, hat dann aber wenig mit dem echten Leben zu tun.

Als ich den CLK als C209 dann aber beim Fähnchen-Händler um die Ecke zwecks realer Betrachtung noch einmal genauer angesehen habe, fand ich ihn schon gar nicht mehr so schick. Zumindest nicht 10.000 Euro schick. Zumal – wieder auf die vermeintlichen Experten aus den Foren hörend – sich der Wagen auch nicht wirklich sportlich fahren lässt. Dann wiederum: für einen Cruiser hätte ich doch lieber ein Fahrzeug mit Luftfahrwerk. Und ein wenig mehr Ausstattung für den Preis.

Mercedes-Benz CL / C215

Alles kein Problem. Klotzen statt Kleckern! Mit einem S-Klasse Coupé. In Form des Mercedes-Benz CL Baureihe 215 (gebaut von 1999 – 2006). Die Serienausstattung ist üppig, das Gebrauchtwagenangebot ungeahnt groß. Sicherlich, auch im Rotlicht-Milieu war das Fahrzeug beliebt, aber ich bin schon zu erwachsen, als das mich dies stören würde. Die Modell vor der Modellpflege 2002 finde ich uninteressant, weil das verbaute Infotainment-System sich nicht so einfach auf ein aktuelles System aktualisieren lässt. 12.000 Euro kostet das erste von 25 gefundenen Angeboten (100 km Radio, CL 500, ab 2003) und steht sogar in Bielefeld. Den Wagen habe ich mir direkt angesehen. Eine Rostblume am hinteren rechten Radlauf und ein Kratzer in der Beifahrertür. Alles im Rahmen. 12.000 Euro Verhandlungsbasis. Möglich. Aber dann wieder das verfluchte Internet. In den Foren findet man dann nämlich ziemlich schnell den Hinweis, dass das serienmäßig verbaute ABC-Luftfahrwerk zwar ein echter technischer Leckerbissen ist, aber eben so lecker wie anfällig ist. Faustregel: Leg Dir nochmal 10.000 Euro zur Seite für die Instandhaltung bzw. Instandsetzung des Fahrwerks. Ok. Dann könnte ich auch einen Porsche 996 kaufen (wobei man sich da ja auch 10.000 Euro für den Motor zurücklegen sollte und blablablabla).

Mercedes-Benz E 500 / W211

Zum zweiten Mal lösche ich also alle liebevoll angelegten Suchanfragen in den einschlägigen Apps und sinniere erneut. Ein wenig Recherche hier. Ein wenig Lesen dort. Wie wäre es denn mit einer E-Klasse? Als W211. Gebaut wurde die Limousine der oberen Mittelklasse von 2002 bis 2009. Im Gegensatz zur Vorgänger-Baureihe W210 sieht die Limousine schon deutlich schicker aus (also nach meinem Dafürhalten) und ist längst nicht mehr so Rostanfällig. Optional gibt es die E-Klasse bereits einen adaptiven Tempomaten (Distronic), eine Luftfederung (Airmatic Dual Control), einem Premium-Soundsystem (Surround-Soundsystem von harman/kardon mit 12 Lautsprechern und 420 Watt Leistung) und – Bonusrunde – einem fahrdynamischen Multikontursitz mit Massagefunktion. Kein Licht, ohne Schatten. Eine damals neuartige Bremse (elektrohydraulische Bremse SBC) sorgt für Probleme und wurde – wenn das nicht tief blicken lässt – auch nur in dieser Baureihe verbaut. Und bis zur Modellpflege im Jahre 2006 klagen Besitzer auch über zu schwach dimensionierte Kugelgelenke, die zu starkem Verschleiß an Vorder- und Hinterachsen führen. Wenn dann die Besitzer auch noch große Felgen nutzen, kann man sich schon mal auf Reparaturen einstellen. 35 Treffer zum E 500 ab Baujahr 2003 im Umkreis von 100 Kilometern, das preiswerteste Angebot mit unter 200.000 Kilometer Laufleistung liegt bei 9.000 Euro.

Nach drei Tagen intensiven Studiums des Angebotes (deutschlandweit, ist klar, oder?) werde ich ansatzweise aggressiv. Fast jeder Anbieter preist seinen E 500 mit vermeintlicher Vollausstattung an. Selbst, wenn das Fahrzeug damals ohne Sitzheizung ausgeliefert wurde. Besonders ärgert es mich, dass die von mir favorisierte 4MATIC-Version zumeist in einer Sparausstattung kommt, so dass mir eine Entscheidung zwischen den unterschiedlichen Angeboten sehr schwer fällt.

Vorstehend mal ein kleine Erklärung, an welchen Schaltern man erkennen kann, welche Ausstattungs-Optionen verbaut sind. Sehr schwer zu erkennen ist hingegen anhand solcher Bilder, ob das harman/kardon Soundsystem an Bord ist. Lediglich kleine Logo-Schilder auf den Lautsprechergittern in den vorderen Türen, die man bei den meisten Fotos nicht erkennen kann, lassen einen Rückschluss zu.

Aus dem angegeben Durchschnittsverbrauch lässt sich im Übrigen ableiten, ob das Fahrzeug mit der 5-Gang-Automatik oder dem neuen 7G-Tronic-Automatikgetriebe (ab Herbst 2003) ausgestattet ist. 5-Gang: 11.5 l/100 km; 7-Gang: 11,1 l/100 km; 4MATIC (5-Gang): 11,9 l/100 km.

Ich habe sogar ein Fahrzeug gefunden, was ich kaufen würde. Kein 4MATIC, aber sonst alles an Optionen vorhanden, was mir wichtig ist. Von der Laufleistung deutlich unter 200.000 km und vom Beschreibungstext mehr als ordentlich, zudem die bekannten Schwachstellen kürzlich überarbeitet wurden. Das Ganze für 8.500 Euro. Bingo. Dummerweise habe ich dann den E 500 der Finanzministerin gezeigt, die mich nur fragte „Siehst Du Dich wirklich in dem Auto? Ist der nicht etwas zu bieder für Dich?“ Autsch. Voll ins Schwarze.

Mercedes-Benz CLS / C219

„Findest Du den besser?“ war dann mein Frage, 10 Mausklicks später. „Ja! Der passt zu Dir?“ Grmpf. Also, alle Suchanfragen und geparkten Fahrzeuge wieder gelöscht (zugegeben, bis auf den einen, der mir von den angebotenen E 500 doch richtig gut gefällt) und alles auf CLS 500 ausgerichtet.

Und ja. Gleich nach der G-Klasse ist der CLS nach meinem Geschmack der schönste Mercedes-Benz der letzten Jahre. Die erste Produktgeneration C219 wurde von 2004 bis 2010 gebaut und dann von der Baureihe 218 abgelöst, die aktuell noch verkauft wird. Die neue Baureihe gefällt mir von der Front mit den Scheinwerfern deutlich besser, ist aber mit meinem bescheidenen Budget nicht zu vereinbaren.

Der C219 steht auf der gleichen Plattform wie die vorgenannte E-Klasse W211 und bietet quasi die gleichen Ausstattungsoptionen. So dass das vorstehende Schaubild auch verwendet werden kann. Der C219 wurde nicht mit 4MATIC angeboten, so dass die Auswahl für mich einfacher ist. Allerdings ist er mit nur 170.000 produzierten Einheiten und mit seiner Einstufung als Oberklasse-Fahrzeug deutlich rarer und wertstabiler als die ausstattungsähnliche E-Klasse.

Gerade mal 233 Angebote spuckt die zum Vergleich herangezogene Gebrauchtwagen-Börse aus. Davon haben 201 Fahrzeuge weniger als 200.000 Kilometer. Im 100 km Radius sind es dann noch 22 Treffer bei einem Einstiegspreis von 11.000 Euro. Wobei man (zumindest vermeintlich) anständige Angebote erst ab 15.000 Euro findet. Das Angebot von mattfolierten CLS mit großen Felgen ist ebenso groß wie die eher „unverbastelten“ Fahrzeuge. Und die Fahrzeuge um 15.000 Euro haben dann auch seltenst ein echte Vollausstattung.

Wer sich ernsthaft für einen CLS interessiert, sollte sich auch mal die Angebote der Tuner ansehen: Brabus, Carlsson, Prior Design, Väth oder der Breitumbau von MD Exclusive Cardesign. Dann erkennt man doch recht schnell, ob das folierte Fahrzeug auch noch anderweitig verändert wurde. Gut ist, was gefällt. Aber wer seinen CLS möglich original haben möchte, kann so schnell ein paar Fahrzeuge ausschliessen.

Für mich endet die Suche an dieser Stelle erst einmal. Denn die 15.000 übersteigen mein Budget deutlich. Da muss ich erstmal noch ein wenig sparen. Zumal ich ja in der vertrackten Lage bin, dass ich eigentlich gar kein Auto benötige. Und der Corsa ja auch fährt. Und die paar Mal im Jahr, an denen ich auf der Autobahn, am Berg mal einen LKW überholen möchte, kann ich eigentlich auch entspannt bis zum Gefälle hinter ihm her zuckeln.

Und dann. Habe ich durchaus auch noch ein paar Kandidaten auf der Liste, die ich jetzt, ebenso wie den CLS 500, ein wenig mitverfolgen. Wie beispielsweise den Citroen C6 oder den Mazda RX-8. Auch habe ich mir eine Menge Autos von vor 2000 angesehen. Gerade ein /8 Coupe wäre eine feine Sache. Aber dann möchte ich mir schon ein Ganzjahresfahrzeug anschaffen, was jederzeit anspringt und mir einen gewissen Komfort bietet. Und ich habe ja auch noch 2 Oldtimer in der Garage, die ich aus den gegebenen Gründen eben nicht bewege bzw für die mir schlichtweg die Zeit fehlt.

Gebrauchtwagen richtig inserieren – Fotos

Erschrocken bin ich am Ende meiner kleinen Reise doch über die minderwertige Qualität der Gebrauchtwagen-Anzeigen. Verpixelte Fotos sieht man oft genug. Oder auch Bilder, bei denen ich mich frage, was ich darauf denn eigentlich erkennen soll. Super auch, wenn man das Auto 15 mal von aussen zeigt, aber nicht ein einziges Bild vom Innenraum einstellt. Generell sollte man doch sein Fahrzeug einfach vor einen halbwegs neutralen Hintergrund stellen (meist geht das gut an einem Sonntag bei einem beliebigen größeren Discounter) und das Fahrzeug von 1) vorne, 2) Seite und 3) hinten fotografieren. Und im Idealfall ein wenig Rahmen um die Wagen lassen, so dass der potentielle Käufer sich einen guten ersten Eindruck verschaffen kann. Dazu dann ein Schuss durch die geöffnete Fahrertür in den Innenraum (Ideal, hintere Tür auch öffnen) und dann noch ein Foto von der Rücksitzbank nach vorne (s.o.). Dazu kann man optional noch Nahaufnahmen von Ausstattungs-Optionen oder Mängeln knipsen, die einem wichtig sind, aber das ist meiner Meinung nach auch schon die Kür.

Viel wichtiger ist hingegen, dass man die Fotos in vernünftiger Auflösung in Netz stellt. Ein Smartphone der aktuellen Generation sollte ausreichen. Aber bitte nicht die Bilder dann mit unterschiedlichen Diensten hin- und hersenden, um sie dann hochzuladen. Wer Bilder beispielsweise per Whatsapp verschickt, weiss oft nicht, dass diese kleingerechnet werden, so dass sie ihre Detailtiefe verlieren.

Gebrauchtwagen richtig inserieren – Beschreibungstext

Dazu ist es wirklich bitter, wie wenig Mühe sich die meisten privaten (aber auch gewerblichen) Verkäufer machen (und damit auch wenig potentielle Käufer erreichen). So filtere ich in der Regel nach „maximal 2te Hand“. Dann fallen aber auch alle Angebote aus dem Raster, bei denen die Anzahl der Halter gar nicht angegeben ist. Da hilft es dann auch wenig, dies im Text oder in der Überschrift zu hinterlegen.

Gerade wenn ich für meinen Gebrauchten mehr als 10.000 Euro haben möchte, sollte ich doch auch eine sinnvolle Beschreibung der Anzeige anhängen. VOLL VOLL VOLL! hilft da eher weniger. Auch die kilometerlange Auflistung der Serienausstattung halte ich für kontraproduktiv. Besonders sinnfrei finde ich auch eine zweizeilige Beschreibung wie „Sehr gepflegtes Auto 2. Hand, mit kleinen Mängeln, kein Rost, alles weitere am Telefon“. Warum denn nicht die angesprochenen Mängel gleich ausführen? Ich habe als potentieller Käufer keine Lust, mir alles am Telefon erklären zu lassen. Dafür haben wir doch die ganzen Felder der Börsen. Genauso prima zu lesen, dass es sich um einen reparierten Unfallschaden handelt. Sehr schade hingegen, wenn dies im Text nicht näher erläutert wird.

Auf der einen Seite verbitten sich die Verkäufer diverse Anfragen „Kein was letzte Preis!“ auf der anderen Seite geizen sie aber so mit Informationen, dass man schon gar nicht auf das Angebot eingehen mag. Meine Lieblingsanzeige ist so aufgebaut:

(Vollausstattung bis auf X1, X2)
Ausstattungsoptionen: X3, X4 (zusätzlich zur Serienausstattung)
Zusätzliche Highlights: (andere Felgen, Auspuff, Fahrwerk)
Zuletzt erledigte Arbeiten am Fahrzeug (2017, 2016)
Mängel des Fahrzeugs: X5, X6
Wie lange ist das Fahrzeug im Besitz des Verkäufers.

Dazu erwarte ich zumindest die folgenden Angaben: Gesamt-Kilometer-Leistung (und nicht was der aktuell verbaute Austauschmotor gerade gelaufen hat), Anzahl der Vorbesitzer (und ja, wenn der Erstbesitzer der Hersteller selbst oder ein Autohaus war, dann zählt das auch), Erklärung Scheckheft-gepflegt (Ja, für mich macht es einen großen Unterschied, ob beim Vertragshändler oder in der freien Werkstatt und nein, wenn das Heft zur bis zur Hälfte der Kilometerleistung ausgefüllt ist, dann ist das Fahrzeug NICHT scheckheftgepflegt).

Werkzeuge und Tipps zur Internet-Gebrauchtwagensuche

Als potentieller Käufer kann ich noch als gute Ratschläge hinzufügen, dass es sich aus meiner Sicht durchaus lohnt sowohl bei Mobile als auch bei Autoscout24 zu suchen. Denn aus meiner Erfahrung überschneiden sich die Angebote nur in Teilen. Beide Apps wie auch die Webseiten haben mittlerweile sinnvolle Filter-Mechanismen, die sich sinnvoll nutzen lassen.

Hervorheben möchte ich zudem die Webseite/App „Autouncle“. Diese trackt diverse Autobörsen (wobei ich quasi nur Angebot von den vorgenannten zwei und eBay Kleinanzeigen wahrgenommen habe) und meldet so auch, wenn der Anbieter den Preis senkt oder anhebt. Zudem gibt die App eine Einschätzung, ob es sich bei dem Kaufpreis um eine angemessene Summe handelt (vermutlich abgleich Alter, KM-Leitung mit Schwacke).

Zur generellen Recherche suche ich immer zuerst immer den passenden Eintrag bei Wikipedia. Man kann von dem Online-Lexikon denken, was man will. In meinen Augen ist es schon ideal um sich einen groben Überblick über Ausstattungen und Motorisierungen zu verschaffen. Bei den meisten Google Suchanfragen wie „Mercedes C219 Kaufberatung“ landet man bei Motor-Talk. Die Qualität der Beiträge dort entsprechen nicht meinen Erwartungen. In der Regel wird der Fragesteller erstmal an die Suche verwiesen, danach entsteht dann ein Flamewar wegen irgendwas zwischen 2-3 Forenhasen. Ich suche mittlerweile eher nach speziellen Dingen wie „Lautsprecher ersetzen C219“, um die kleinen, spezifischeren Foren zu finden. Ich finde, dass man dort ein besseren Niveau vorfindet.

Von ADAC gibt es auch eine Gebrauchtwagen.App, mit deren Hilfe man durch Eingabe der bekannten Fahrzeugdaten einen Händlerverkaufspreis ermitteln kann. Zu den von mir gesuchten Fahrzeugen (App lässt nur Fahrzeug ab 2005 zu) wurden nie „Pannen und Mängel“ angezeigt, wobei die App dies halt anbietet. Das Ding ist ja schnell installiert.

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Europas schönste Strassen – Nizza: D37 / D563 / D2

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Anfang Juni 2016 hatte mich Ford zu einer Presse-Fahrveranstaltung mit dem neuen 2016 Ford Fiesta ST 200 nach Frankreich eingeladen. Gelandet sind wir in Nizza. Normaler Weise heisst es dann immer für uns Journalisten, dass man sich rechts an der Küste hält und irgendwann in Monaco ankommt. Mit Ford hingegen durfte ich nun das erste Mal das östliche Hinterland von Nizza entdecken. Und auch wenn die Cote d’Azur an sich schon so viel zu bieten hat, wer gerne schöne Straßen fährt sollte, sich die nachstehende Karte mal genauer ansehen.

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<3 2016 Mercedes-Benz G 350d Professional - W463

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Ich bin ein bekennender Mercedes-Fanboy. Und jeder, der mich schon ein paar Tage länger kennt, weiss, dass ich am allerliebsten die G-Klasse mag. Nun hat sich der Geländewagen im Laufe der Jahre bei Mercedes leider immer mehr zum Livestyle-Accessoire der Reichen und Schönen entwickelt hat. Sicher, auch mit einem Mercedes-AMG G65 kann man theoretisch ins Gelände. Aber mal ehrlich, wer braucht denn wirklich einen V12 in einem Geländewagen? Vor ein paar Tagen hatte ich dann das exklusive Vergnügen den Mercedes-Benz G 500 4×4², also die Portalachser-Version der G-Klasse drei Tage von Stuttgart nach Bielefeld und wieder zurück fahren zu dürfen. Mit einem kleinen Abstecher an den Bilster Berg, wo ich den 4×4 ein paar Mal durch den Offroad-Parcours geschubst habe. Da hat das Monster nicht ein Mal gezuckt. Allerdings habe ich – mit Rücksicht auf die Strassenbereifung – die schweren Passagen ausgelassen.

Heute – die Abenteuer Allrad hat man in Stuttgart wohl nicht so auf dem Schirm, die hätte sich ja für eine Premiere durchaus geeignet … – hat Mercedes dann verkündet, dass man den Mercedes-Benz G 350d wieder als Professional anbietet. Professional bedeutet Schluss mit Schicki-Klicki-Bunti und zurück zum Wesentlichen. Die G-Klasse als Arbeitstier. Das letzte Modell seiner Art, was seiner ursprünglichen Bestimmung nachgeht. Mit einem Basispreis von 79.968 Euro ist der Professional die preiswerteste G-Klasse.

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Merkzettel von der Abenteuer Allrad

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Letzte Woche war ich auf der Abenteuer Allrad, einer riesigen Offroad-Freiluft-Messe in Bad Kissingen. Nun bin ich wahrlich weder ein passionierter Camper noch ein Offroad-Fan, aber ein paar Exponate haben mich da nachhaltig beeindruckt.

  • Die Firma Terracamper bietet eigentlich modulare Expeditionsausbauten für den VW T6 und den Mercedes Vito an. Unter anderem bieten sie in dem Zusammenhang ein richtig cooles Aufstelldach an, bei dem man nachts im Hochdach schlafend dank einer „Cabrioluke“ in die Sterne gucken kann. Noch cooler, da erschwinglicher finde ich aber ihr neues Produkt Flowcamper. Hier wird ein schlichter T6 Transporter mit einfachen Mitteln als Wohnmobil ausgebaut. Kein Schnick Schnack, dafür aber zum Einstiegspreis von 44.900 ,-. Als Vergleich: Ein T6 California Beach kostet auch schon 41.500 Euro in der Grundkonfiguration.
  • Die Offroad Leichtbau Manufaktur aus Berlin versteht offensichtlich nicht viel von Online-Marketing. Der letzte Facebook-Eintrag datiert von 2011, der letzte Newsbeitrag auf der Homepage von 2013. Dennoch wurde mir die Manufaktur von mehreren Seiten empfohlen, wenn man nach einer Kabine für seinen Pickup sucht. Denn die Kabine soll im ausgebauten Zustand leichter sein als die Pritsche, die zur Montage ersetzt wird.
  • Dachzelte gibt es in der jeder Farbe und Preisgestaltung. Die Hersteller sind sich auch nicht zu schade, diese mal eben auf eine Mercedes A-Klasse zu schnallen wie oben im Teaser-Fotos zu sehen. Ich frage mich aber, wie das funktioniert, denn das Airtop-Ding ist in der kleinen Größe zwar 54 kg leicht, die A-Klasse hat aber laut den technischen Daten von Mercedes eine Dachlast von nur 50 kg. Also selbst ohne Träger ist das Dach mit dem Aufbau schon überladen.
  • Einen VW T6 California Ocean mit dem 204 PS TDI und 4MOTION Allradantrieb und DSG 7-Gang DSG kann man locker mit unter 10 Litern Diesel pro 100 Kilometer bewegen – und das bei durchaus zügiger Fahrweise. Auch erreicht man die Höchstgeschwindigkeit von 195 km/h durchaus locker, dabei bleibt der Bulli recht einfach zu beherrschen. Allein der Grundpreis von über 80.000 Euro katapultiert den Camper aus meinem Reich der Träume.
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Mercedes me, Bejing

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Die „lifestylige“ Zielgruppe, die Mercedes im Visier hat, tummelt sich nicht in Autohäusern, sondern flaniert durch die Edelviertel der Metropolen unserer Welt. Und eben da, zwischen Adidas, Gucci und Uniqlo Flagship Stores, macht sich ein handelsübliches Autohaus eben nicht so hübsch. Also versucht man die Kunden in schicke Gebäude zu locken, in denen man bei lounge’iger Atmosphäre nicht nur einen Saft, einen Kaffee oder auch ein ganzes Mittagessen zu sich nehmen, sondern sich mal eben ganz nebenbei noch zur Philosophie von Mercedes-Benz und seinen Produkten informieren kann.

Ich war eben das erste Mal in so einem me-Store. Hier in Peking – oder auch Bejing – hat Mercedes gerade seinen sechsten Shop eröffnet – der erste seiner Art ist übrigens im schönen Hamburg zu finden. Der chinesische Markt ist groß und der Daimler möchte sich da durchaus ein Stück vom Kuchen weiterhin sichern. Ich bin auch ein kleines bisschen beeindruckt. Also nicht mehr als ich sein darf, denn Objektivität ist ja stets gefordert. Aber eine Saftbar, über der mal eben ein Mercedes-AMG GT quer an der Wand hängt, finde ich schon irgendwie sexy.

Ich bin vermutlich bereits zu alt, bei weitem nicht hipp genug oder auch einfach nicht mit den notwendigen finanziellen Mitteln ausgestattet, als dass ich mir vorstellen kann, mal eben eine Auto in so einem me-Store zu kaufen. Ich liebe den Online-Konfigurator. Ich will mir mein Auto ausstatten und rechnen und sehen, wie ich das perfekte Auto für das gegebene Budget bekomme. Zu gerne würde ich mal einen Blick hinter die Kulissen werfen. Wann amortisiert sich so ein Store? Auf wieviel Tassen Kaffee oder Gläser Saft kommt ein Autoverkauf. Aber dann – die Marketing- und Sales-Strategen vom Daimler werden sich schon etwas dabei gedacht haben.

Für diejenigen, die es interessiert, wie es hier in Peking im dem Store aussieht – ich habe Euch ein paar Fotos mitgebracht:

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2016 Mercedes-AMG CLA 45 Shooting Brake (X117.2)

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Aktuell suchen wir ein neues Auto. Also ein altes. Denn unsere Mondeo wurde mir nunmehr 300.000 Kilometern auf der Uhr zusammen geschoben und steht nur als wirtschaftlicher Totalschaden für den Transport nach Afrika bereit. Nun gibt es in unserem Hause durchaus konträre Vorstellungen, was den Ersatz des Fahrzeugs angeht, und weil ich den Wagen kaum fahren werde, habe ich auch nichts zu entscheiden. Dennoch habe ich selbstredend bei Mobile nach „schönen“ Autos gesucht. Und auch ein paar gefunden. Selbstredend war das pure Zeitverschwendung. Der nächste Mondeo folgt dem Alten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit.

Also macht es dann ja auch nicht, dass ich die Zeit mit einem gewissen Spassfaktor verschwende. Ich bin nun mal ein Mercedes-Fanboy. Die G-Klasse ist mein absoluter Lieblings-Mercedes. Und ich vergesse auch immer wieder, wie frustrierend es ist, nach einer gebrauchten G-Klasse zu suchen. Mein Favorit wäre ein G 400 CDI. Die starten dann mit einem Baujahr um 2001 – sind also um die 13 – 15 Jahre alt und sollen immer noch über 20.000 Euro kosten – jetzt festhalten – bei einer Laufleistung von deutlich über 200.000 km. Sicherlich kann man vielleicht sagen, dass V8-Biturbo Diesel als OM 628 mit 250.000 Kilometer gerade mal eingefahren ist, aber der Rest des Autos – ich denke nur mal an die Sitze und Plastikteile – ist dann eben nicht nur 13 Jahre, sondern eben auch 250.000 Kilometer alt. Wahnsinn.

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Da schau her: ein Mercedes C-Klasse Cabrio

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Teilweise ist dieses Automobil-Business schon ein wenig bizarr. Mercedes wird auf dem Genfer Auto-Salon ein C-Klasse Cabrio zeigen. Unlängst gibt es diverse Erlkönig-Fotos, mitunter von der AMG-Version. Und dann kommen die Hersteller, wie hier Mercedes, ein paar Wochen vor der Produktvorstellung mit einer Skizze. Die Maschinerie will ja gefüttert werden. Häppchen für Häppchen. Und ich als Teil der Maschinerie spiele auch mit. Also.

Da schau her! Mercedes wird von der C-Klasse tatsächlich ein Cabrio präsentieren. Hätte ich jetzt nicht gedacht. Die Skizze sieht aber auch wirklich gut aus. Die Ähnlichkeit zum S-Klasse Cabrio sollte auch niemand mehr überraschen. Und trotzdem finde ich es schön, dass Mercedes nun auch eine offene C-Klasse anbietet. Ich hatte selbst ein Weilchen überlegt, ob ich mir nicht einen offenen CLK zulegen sollte, es dann aber wieder verworfen. Das Interieur der damaligen Zeit ist nicht wirklich meins. Und eine neue C-Klasse wird es wohl auch nicht zum Schnäppchenpreis geben. Bin gespannt, in welchem Markt, die offene Variante dann hauptsächlich verkauft wird.

Bildquelle: Mercedes-Benz

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Konfiguration abgeschlossen: 2015 Porsche 911 Carrera 4S (991.2)

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Im Mai diesen Jahres hatte ich das Vergnügen, den Porsche 911 Carrera 4 GTS (Ausfahrt.tv Video) für ein paar Tage in Bielefeld als Testwagen zur Verfügung zu haben. Am Ende des Video-Reviews habe ich mich dann auch festgelegt. Für mich persönlich, ist der 911 GTS das beste Auto gewesen, was ich je gefahren bin. Natürlich ist die Mercedes S-Klasse komfortabler, beim McLaren 650S Spider hatte ich noch mehr Fahrspass, der Nissan GTR ist bei Geschwindigkeiten oberhalb 250 km/h für mich das ruhigste Auto und ich bin begeistert vom neuen prädiktiven Effizienz-Assistenten im neuen Audi A4. Aber – im Anbetracht aller Faktoren – gewinnt der Porsche 911 GTS bei mir. Mal davon abgesehen, dass ich die Allrad-Version des Coupés in ihrer Form einfach nur wunderschön finde!

Jüngst hatten wir dann noch den 2015 Porsche Cayman S zu Gast in Bielefeld. Ich bin noch gar nicht so oft Porsche gefahren. Den 911 Carrera S hatte ich mal 2-3 Tage und bin im Rahmen einer anderen Veranstaltung das gleiche Modell noch auf der Rennstrecke gefahren. Dazu dann noch die offene Version als Carrera S. Einmal hatte uns Porsche sogar zu einer Fahrveranstaltung eingeladen – damals hatten sie den Porsche 911 Turbo S als 991 vorgestellt. Dazu dann noch den Panamera als S e-Hybrid und als Turbo S Exclusive Series, den GTS und eben jetzt den Cayman.

Interessant finde ich das Phänomen, was sich bei mir nach jeder Porsche-Teststellung eines 911er (und auch beim Cayman) immer wieder gleich intensiv eingestellt hat. Ich bin ein wenig verliebt. Natürlich nicht so richtig. Aber irgendwie schon. Die Erinnerungen an die schönen Stunden und Ausfahrten zaubern mir ein Lächeln auf das Gesicht. Ich kann nicht mal sagen, dass ich deprimiert bin, wenn es vorbei ist. Die ersten zwei Wochen hallt der Wagen bei mir noch schön nach. Dann überwiegt irgendwann der Verstand und das Thema hat sich – bis zur nächsten Teststellung – wieder erledigt. Kurz bevor der Verstand aber einsetzt, bin ich noch mal so richtig von Sinnen. Und fange an, mit dem Porsche-Konfigurator zu spielen. Ihr kennt das doch. Wenn ich im Lotto gewinne, dann …